Perfluorcarbone (PFC), auch perfluorierte Kohlenwasserstoffe oder Fluorcarbone genannt, sind in der Bergsportbekleidung weit verbreitet. Entweder werden sie bei der Herstellung der PTFE Membrane verwendet oder noch viel häudfiger als Imprägnierung. Die Materialien werden Wasser- Fett- und Schmutz-abweisend.

Doch die Medaille hat auch eine Schattenseite. PFC sind persistent. Das heißt, sie bauen sich in der Umwelt nicht ab. Einmal eingebracht, werden wir sie also nicht mehr so schnell los und gelangen über den natürlichen Kreislauf am Ende in unsere Nahrung und unser Trinkwasser. Dabei wirken einige PFC Verbindungen gesundheitsschädlich auf den Menschen.

PFC kann zum Beispiel schon bei der Herstellung von PTFE (einige Membranen in Funktionsjacken sind PTFE-Membrane) in die Umwelt gelangen. Dem war sich offensichtlich auch zum Beispiel Gore bewusst und hatte sich für seine Produktionen um eine Bluesign Zertifizierung bemüht. Doch auch bei der Deponierung und der Verbrennung gelangt PFC in die Umwelt, wovor eine Bluesign-Zertifizierung reichlich wenig schützt.

Eine weitere Anwendung finden PFC bei Imprägnierungen. Hier besteht noch eine weit höhere Gefahr, diese Stoffe durch Waschen und Abrieb in der Waschmaschine in unsere Umwelt einzubringen. PFC können in der Kläranlage nicht neutralisiert werden. Sie reichern sich dort auch im Klärschlamm an, der oftmals zum Düngen von Feldern verwendet wird.

Besser, PFC weitgehend vermeiden!

Seit dem Bewusst werden des Problems sind nun schon viele Jahre vergangen und langsam zeichnen sich Lösungsansätze ab. Bei Imprägnierungen Zuhause gibt es schon lange die Möglichkeit, auf PFC- haltige Produkte zu verzichten. Ein Pionier ist hier Nikwax. Doch auch andere Hersteller bieten mittlerweile wirklich gute Alternativen zu den herkömmlichen Mitteln an.

Bei den Bekleidungsherstellern bieten immer mehr Marken PFC-freie Linien an. Dass höchste Leistung auch gänzlich ohne PFC möglich ist, beweist die Marke Hyphen schon seit Jahren. Der Hersteller produziert neben Bergsportausrüstung auch Kinder-Sonnenschutzbekleidung für besonders sensible Anwendungsfälle. In der ganzen Fabrik wurden unter anderem deshalb noch nie PFC-haltige Stoffe verarbeitet. Zum Nachdenken bewegt auch die Aussage der Firmensprecherin, dass man auch wegen dem Arbeitsschutzes der Mitarbeiterinnen auf PFC-haltige Stoffe verzichte. Man könnte diesen sonst nicht garantieren!

Seit jeher frei von PFC ging es bei Klettermusen! Die Kollektion Sommer 2019 Bekleidung, sowie alle Rucksäcke und Taschen von Jack Wolfskin sind auch zu 100% frei von PFC!

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Beim Verbrennen von PTFE entsteht hoch toxische Fluss- und Salzsäure

Freitag, 28. Juni | Das unabhängige Institut Warringtonfire Frankfurt GmbH untersucht Auswirkungen der Verbrennung der Membranarten PTFE-, Polyurethan- und Polyester im offenen Feuer nach EN ISO 5659-2 (NBS-Box). Angesichts steigender Exporte von Gebrauchtbekleidung und Textilmüll in Drittländer sind die Ergebnisse im Kontext von Produktverantwortung für Hersteller und Verwerter von PTFE-haltiger Bekleidung besonders kritisch.