10 RED BULL X-ALPS 2019 Athleten beenden das Rennen in Monaco

Donnerstag, 27. Juni

Das Rennen läuft 24 Studnen nach dem Eintreffen des ersten Athleten weiter. 10 konnten diesmal Monaco erreichen.

Die diesjährigen 32 Red Bull X-Alps Athleten aus 20 Nationen haben sich ein starkes Rennen quer über die Alpen geliefert. Vor knapp zwei Wochen machten sich die fittesten, stärksten und härtesten Abenteuer-Athletinnen und Athleten im Alter von 24 bis 59 Jahren, gemeinsam von Salzburg nach Monaco für das härteste Abenteuer-Rennen der Welt auf die Reise.

Das Rennen startete in der historischen Altstadt von Salzburg und endete an der Mittelmeerküste Monacos. Dazwischen lagen 13 Turnpoints in Österreich, Deutschland, Italien, der Schweiz und Frankreich. 

Als heute Mittag um 12 Uhr das Rennen offiziell beendet wurde, waren insgesamt zehn Athleten in Monaco angekommen. Fünf der 32 Teilnehmer wurden bereits vorzeitig auf dem letzten Platz liegend aus dem Rennen genommen, ein Weiterer musste verletzungsbedingt aufgeben. 

Es war ein unglaubliches Rennen und wahrscheinlich das härteste und herausforderndste in der Geschichte der Red Bull X-Alps. Die Leistung aller Athleten war einfach phänomenaler und stärker denn je. 

sagte Rennmitgründer Ulrich Grill

Zum sechsten Mal in Folge hat der „Adler vom Adelboden“ Christian ‚Chrigel‘ Maurer (SUI1) das Rennen gewonnen. Der Ausnahmeathlet kam mit einer Zeit von 9 Tagen 3 Stunden 6 Minuten an der französischen Küste an. Zweiter wurde der Franzose Maxime Pinot (FRA4), der eine starke Vorstellung bei seiner ersten Teilnahme an den Red Bull X-Alps bot. Er musste sich am Ende aber Maurer geschlagen geben und beendete das Rennen nach 9 Tagen 21 Stunden 52 Minuten. 

Der Kampf um Platz drei war ein spannendes Duell zwischen dem Österreicher Paul Guschlbauer (AUT1) und dem Franzosen Benoit Outters (FRA1). Ganz im Geiste des Rennens schlossen sie sich zusammen und überschritten die Ziellinie gemeinsam nach 10 Tagen 8 Stunden 45 Minuten. 

Ich habe das Rennen 2003 mit Hannes Arch ins Leben gerufen. Seither hat sich die Leistung der Athleten unglaublich verbessert. Diese Athleten sind nicht nur physisch stärker geworden. Sie bereiten sich auch wesentlich besser vor und sind nicht nur herausragende Paragleit-Piloten, sondern auch erfahrene Bergsteiger und Bergläufer. Natürlich war Maurers Leistung auch diesmal wieder eine Klasse für sich, aber auch alle anderen Athleten waren großartig. Vor allem die talentierten jungen Abenteurer haben ihr Können bewiesen.

fügte Grill hinzu.

 In diesem Jahr waren die Bedingungen für die 30 Männer und zwei Frauen eine ganz besondere Herausforderung. Entlang der Strecke mussten die Alpen mehrfach überquert werden und auch das Wetter brachte alle ans Limit. Nach einem schnellen Start in Salzburg bei mäßigem Flugwetter, erwartete die Athleten eine Schlechtwetterfront in der Schweiz. Diese zwang die Meisten zu langen Fußmärschen zu den nächsten Turnpoints. Darunter auch der höchste Wendepunkt des Rennens auf über 3000 Metern Höhe auf dem Titlis. Für manche dauerte der Aufstieg über sechs Stunden. 

An einigen Tagen mussten die Athleten bis zu 5.000 Höhenmeter bewältigen. Das entspricht ungefähr der Besteigung des Mount Everest jeden zweiten Tag.

Auf den Schneefeldern in den hochalpinen Lagen mussten die Athleten zusätzliche Sicherheitsausrüstung mitführen. Extreme Schnee- und Regenfälle gefolgt von brütender Hitze in Frankreich machten den Athleten das Rennen noch schwerer.

Aaron Durogati (ITA1), welcher den finalen Turnpoint heute Morgen um fünf Uhr auf Platz neun liegend erreichte, fasste die Gedanken aller Athleten zusammen:

Es war ein wunderbares Rennen und tolles Abenteuer – die besten Red Bull X-Alps aller Zeiten hinsichtlich Spaß am Sport und am Fliegen. Aber die letzten Stunden waren einfach brutal!

Der letzte Athlet, der es nach Monaco schaffte, war der Belgier Tom de Dorlodot (BEL). Er hat seit 2007 an jeder Ausgabe der Red Bull X-Alps teilgenommen und es dieses Jahr erstmals ins Ziel geschafft. 

Vier Athleten haben den symbolischen Flug auf das Landefloß im Mittelmeer bereits absolviert. Die übrigen, die bis heute Mittag den Turnpoint in Peille erreicht haben, werden diesen Flug heute Abend um 18 Uhr absolvieren. Genau auf diesen Moment haben alle in den letzten zwei Wochen hingearbeitet. 

Red Bull X-Alps 2019 Ergebnisse

  1. Christian Maurer (SUI1), 9 Tage, 3 Stunden, 6 Minuten
  2. Maxime Pinot (FRA4), 9 Tage, 21 Stunden, 52 Minuten
  3. Benoît Outters (FRA1), 10 Tage, 8 Stunden, 45 Minuten & Paul Guschlbauer (AUT1), 10 Tage, 8 Stunden, 45 Minute
  4. Manuel Nübel (GER1), 10 Tage, 11 Stunden, 26 Minuten
  5. Simon Oberrauner, (AUT2), 10 Tage, 12 Stunden, 5 Minuten
  6. Gaspard Petiot (FRA2), 10 Tage, 13 Stunden, 12 Minuten
  7. Patrick von Känel (SUI2), 10 Tage, 13 Stunden, 46 Minuten
  8. Aaron Durogati (ITA1), 10 Tage, 17 Stunden, 22 Minuten
  9. Tom de Dorlodot (BEL), 10 Tage, 22 Stunden, 33 Minuten
  10. Toma Coconea (ROU), 78.1km zum Ziel
  11. Gavin McClurg (USA1), 206km zum Ziel
  12. Tobias Grossrubatscher (ITA2), 212.7km zum Ziel
  13. Markus Anders (GER2), 215.8km zum Ziel
  14. Nick Neynens (NZL1), 263.3km zum Ziel
  15. Eduardo Garza (MEX), 265.4km zum Ziel
  16. Evgenii Griaznov (RUS), 270.3km zum Ziel
  17. Juraj Koren (SVK), 290.1km zum Ziel
  18. Adrian Keller (SUI3), 350.5km zum Ziel
  19. Cody Mittanck (USA3), 399km zum Ziel
  20. Thomas Juel Christensen (DNK), 423.8km zum Ziel
  21. Baris Celik (TUR), 449.1km zum Ziel
  22. Willi Cannell (USA2), 471.4km zum Ziel
  23. Marko Hrgetic (HRV), 478.3km zum Ziel
  24. Kaoru Ogisawa (JPN), 500.9km zum Ziel
  25. Helmut Schrempf (AUT3), 503.4km zum Ziel
  • OUT Chikyong Ha (KOR), 530km zum Ziel
  • DNF Antoine Girard (FRA3), 554km zum Ziel
  • OUT Kinga Masztalerz (NZL2), 580km zum Ziel
  • OUT Alex Villa (COL), 743km zum Ziel
  • OUT Dominika Kasieczko (POL), 870km zum Ziel
  • OUT Rodolphe Akl (LBN), 990km zum Ziel
Fotos: 
  • zoom.at | Harald Tauderer