Fritschi Vipec 12 | Version 14/15 – das sind die Neuerungen

Die Vipec 12 von Fritschi hatte letztes Jahr bei der Markteinführung ganz schön viel Staub in der Pinbindungsszene aufgewirbelt. Kam sie doch mit einem konkurrenzlosen Sicherheitskonzept daher! Vor lauter Sicherheits-Raffinessen haben wir sogar kurzzeitig behauptet, dass sie mit TÜV auf den Markt kommt. Das schaffte Fritschi letztendlich doch nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Immerhin haben es Marker mit der Kingpin und Dynafit mit der Beast 16 nun auch mit Pin-Bindungen geschafft. Wen die Sache mit dem TÜV genauer interessiert, sollte auf der ASKIMO Seite vorbei schauen.

Doch ob mit oder ohne TÜV, die Vipec 12 bietet hervorragende Sicherheitsfeatures und in der neuen Saison 14/15 ein paar nette konstruktive Veränderungen am vorderen Teil der Bindung.

 

Fritschi Vipec 12 | Version 14/15

Um es kurz zu machen, es handelt sich um genau 3 Tetails, die verändert wurden.

  • Zum einen wurde die Schraubensicherung nun zusätzlich mittels Bolzen und somit einem Formschluss ausgeführt. Da die Vipec 12 den Schuh nicht mittels Kniehebelgelenk klemmt, sondern mittels der Pins exakt hält, müssen diese optimal auf den Schuh eingestellt sein (klar eine Angelegenheit des Fachhändlers). In der letztjährigen Version gab es vereinzelt Probleme mit der Schraubensicherung, die sich aber mit dem richtigen Schraubensicherungsklebstoff beheben ließen.

 

  • Die zweite Neuerung sind die Anschlagzapfen oder besser bezeichnet Zentrierbacken am Vorderteil, die das Einsteigen nochmals richtig verbessern und man kommt mit dem Schuh auch nicht mehr unter die Zapferl (Pins ;-).

 

  • Alle guten Dinge sind 3. Darum gibt es bei den Color Clips – mit denen man auch die Farbgestaltung der Bindung selbst in die Hand nehmen kann – nun eine Größe mehr. Die Color Clip sind verantwortlich, dass der Schuh bei der Frontalauslösung im zweiten Schritt korrekt frei gegeben wird. Somit sollte die Bindung auch mit TLT5/6  und Co perfekt bei der Frontauslösung funktionieren. Hier wurde die Schuhspitze in der Vergangenheit zu stark strapaziert.

 

 

Die neue Version wird übrigens soeben an den Fachhandel ausgeliefert und sollte in einigen Tagen überall erhältlich sein. Die Preise sind UVP € 449,99 bzw mit Stopperbreite ab 100 mm € 459,99.

 

Mehr Infos gibt es beim Hersteller: http://www.diamir.com/

und in folgenden Beiträgen auf Freizeitalpin.com:

 

[ad]

 

Ergänzend haben wir für alle die etwas tiefer in die Materie eintauchen möchten, eine Erklärung der verschiedenen Bindungssysteme und wie die Diamir Vipec 12 von Fritschi einzuordnen ist.

 

Bindungssysteme

Heute sind für Bindungen mit Gehfunktion drei Bindungs-Systeme auf dem Markt. Der Unterschied liegt in der Aufnahme und dem Halt der Schuhe:

Tabelle Bindungssysteme Tourenbindungen
Das Safety Pin System (Diamir Vipec 12) ist übrigens das derzeit einzige Pin-Pin System mit einer direkten Seitwärtsauslösung in der Front Einheit.

image003

 

Beim Safety Pin System sind die Seitwärtsauslösung vorne und die Frontalauslösung hinten technisch getrennt und funktionieren unabhängig. In Kombination mit der breiten Abstützung des ganzen Systems wird die Kraft sehr direkt vom Schuh auf den Ski übertragen, was sich positiv auf das Fahrverhalten im Schnee auswirkt.

 

DIN-Wert

Der DIN-Wert wird mittels einer Tabelle anhand von fünf Kriterien (Körpergewicht, Körpergrösse, Schuhsohlenlänge, Skifahrer-Typ, Alter) berechnet. Diese basiert auf Grundlagen der 80-iger Jahre für Abfahrten auf der Piste.

Für Abfahrten im Gelände handelt sich somit um einen Richtwert, welcher aufgrund individueller Bedürfnisse oder äusserer Bedingungen nach unten oder oben angepasst werden kann. Die Toleranz gemäss DIN/ISO entspricht  einem DIN-Wert.

 

Normen Skitourenschuhe und Skitourenbindungen für Backensysteme

Touren- und Alpinbindungen: DIN ISO-Normen 13992 und 9462

Tourenskischuhe: DIN ISO 9523

Alpinskischuhe: DIN ISO 5355

 

Diese Normen beziehen sich auf Backensysteme und stecken den Rahmen zur Aufnahme des Schuhs sowie der Gewährleistung der Auslösung.

 

Kompatibilität der Schuhe

Die wichtigsten Kriterien sind:

–        Geometrie der Sohle vorne und hinten

–        Dicke der Schuhsole

–        Sprengung (Rocker) der Sohle

–        Härte der Gummisohle (Reibung)

–        Geometrie der Schuhspitze und des Fersenbereiches

 

Kompatibilität Skitourenschuhe mit Inserts und Pin-Bindungen

Weder für Pin-Bindungen noch für Tourenschuhe mit Inserts bestehen Normen bezüglich Aufnahme des Schuhs und der Auslösung. Die oben genannten Kriterien werden von den Schuherstellern völlig unterschiedlich behandelt. Deshalb ist es nicht selbstverständlich, dass jeder Schuh mit Tech-Aufnahme bzw. Inserts auch tatsächlich für jede Pin-Bindung geeignet ist! Dynafit hatte deshalb letztes Jahr mit einem „Dynafit certified“ Emblem reagiert. Denn am Markt befinden sich teilweise sehr kuriose Ausführungen, die nicht immer optimal sind. Die Diamir  Vipec 12 ist auf beinahe alle Tourenskischuhe mit Inserts einstellbar. Nur die Rennschuhe mit extrem stark gesprengten (Biegung) Sohlen sind hier ausgenommen.

Grundsätzlich empfehlen wir aber jeden Schuhkäufer, sich die Kompatibilität zu seinem vorhandenen Material vom Händler bestätigen zu lassen – auch in naher Zukunft. Denn solange es hier keine echte Norm gibt, wird es auch keine 100% Kompatibilität geben! Mehr zu den Normen und TÜV wie schon in der Einleitung oben erwähnt und verlinkt, aktuell auf der Askimo Seite.

Grafiken: Fritschi

 

Fritschi Diamir Vipec 12 gewinnt ISPO GOLD AWARD 2014/15

GOLD für Fritschi Diamir Vipec 12

Die Dimait Vipec 12 von Fritschi hat ganz schön viel Eindruck in der Skitourenszene hinterlassen und den Rest der Bindungsbranche ist es vermutlich eiskalt den Rücken hinunter gelaufen.

Auf unseren Test hinauf mussten wir uns wie noch nie zuvor mit jeder Menge Kritik befassen und unser doch recht lockerer und sehr subjektiver Umgang mit der Sache bot naturgemäß viel Angriffsfläche. Doch wir schreiben ja nicht für die Wissenschaft, auch nicht für die Industrie, sondern Menschen, die gerne den Berg hinauf laufen und Spaß beim Hinunterkommen haben und dabei den Alltag hinter sich lassen möchten und sich über die herrliche Kulisse ihres Hobbys freuen. Umso mehr freut es uns, dass wir mit unserer Meinung nicht alleine da stehen und selbst eine hochkarätige Jury die Diamir Vipec 12 auszeichnet – und zwar mit dem höchsten Preis, der ihr im Zuge des ISPO Awards zur Verfügung stand: GOLD.

Jury Statement

Die Fritschi Diamir Vipec war klarer Gewinner in dieser Kategorie, da die Allterrain-Bindung alle Vorteile und Funktionen einer leichten Pin-Bindung bietet, während sich der Skifahrer auf die Sicherheit der von Alpinbindungen gewohnten Fersen- und Zehenautomaten verlassen kann, die im Fall eines Sturzes oder einer Lawinenverschüttung auslösen. Die Bindung bedient die Nachfrage des Markts nach einer sicheren, verlässlichen Pin-Sicherheitsbindung und gibt vor allem dem Hobbyskitourenmarkt einen starken Impuls.

Brigid Mander, freeskier

Quelle: Link

 

Noch eine Auszeichnung

Im Zuge der SIA Show in Denver wurde die Diamir Vipec 12 als Outside Gear vom amerikanischen Magazin ausgezeichnet.

 

Mehr Infos zur Vipec 12 auf Freizeitalpin.com:

 

 

 

 Bild: Fritschi

Diamir Vipec 12 im Freizeitalpin-Test

Auch Fritschi begiebt sich in die Welt der leichten Tourenskibindungen

Fritschi hat es also tatsächlich geschafft, das von Fritz Barthel vor 30 Jahren erfundene Pin-System, das bis zum Auslaufen des Patentes ausschließlich von Dynafit produziert wurde, so weiter zu entwickeln, dass es sogar den strengen Anforderungen an Alpin-Bindungen des TÜV genügen soll und seine Plakette vermutlich sehr bald tragen wird. Was die neue Diamir Vipec 12 auch sonst noch drauf hat, konnten wir vor Weihnachten in freier Wildbahn testen.

Die Pin-Bindung Diamir Vipec 12 – alles eine Sache der Einstellung

Die Diamir Vipec 12 von Fritschi baut ganz auf das Pin-Prinzip, wie wir es von Dynafit kennen, auf. Das heißt auch, dass alle Tourenskischuhe die mit einer klassischen Dynafit-Bindung kompatibel sind, auch bei dieser Bindung passen. Doch dass nicht alles was zwei Löcherl vorne hat, auch tatsächlich funktioniert, zeigt uns die aktuelle Entwicklung bei Dynafit, die ein eigenes Zertifizierungsprogramm gestartet haben, da es doch so manche Probleme mit den Inserts fremder Hersteller gab. Fritschi geht dies geschickt aus dem Weg, indem sie die beiden Pins in der Breite verstellbar machen. Doch was verstellt werden kann, bedarf auch einer exakten Einstellung. Überhaupt muss bei der Diamir Vipec 12 einiges exakt eingestellt werden, um eine reibungslose Funktion zu gewährleisten. Da die Vipec 12 anders wie alle Mitbewerber eine Frontauslösung hat, muss auch der vordere Hebel mittels Inlays, die es übrigens als Zubehör in verschiedenen poppigen Farben gibt, an den Schuh angepasst werden. Die Diamir Vipec 12 ist also definitiv kein Produkt für den Versandhandel und muss vom Fachhändler ordentlich montiert und angepasst werden.

Die Mausefalle schnappt zu

Wer mit Pin-Bindungen Erfahrung hat, wird sich schnell zurecht finden, denn die Diamir Vipec 12 schnappt zu wie eine Mausefalle. Dabei bedarf es weder Druck noch einer Betätigung eines Hebels, was den Einstieg recht angenehm gestaltet. Einzig wünschenswert wäre noch ein kleiner Anschlag wie wir es von Dynafit-Bindungen kennen. Eine kleine Markierung am Schuh kann aber die Orientierung erleichtern – siehe Bildergallerie! Etwas unschön aber nicht weiter problematisch war auch die Tatsache, dass man bei einem Fehleinstieg schnell mit dem Schuh unter die geschlossenen Zapferl kommt und sich dann etwas heraus hangeln muss.

Nur noch gehen muss man selbst

Im Aufstieg glänzt die Diamir Vipec 12 mit einer sehr gut gängigen Steighilfe, die man gerne bei jedem Bedarf verstellt. Dank dem geringen Gewicht, bietet die Vipec gegenüber ihren großen Schwestern aus der Rahmenfraktion einen gewaltigen Gewinn. Aber das trifft wohl für jede Pin-Bindung bis auf die Dynafit Beast zu. Hinzu kommt bei diesem Modell auch der Anspruch an die Sicherheit.

Harscheisen

Es tut uns leid, das konnten wir aktuell noch nicht testen. Aber es gibt eines und es soll funktionieren – sogar in der hohen Steighilfeposition!

Ist sicher wirklich sicher?

Wer im freien Gelände unterwegs ist, muss grundsätzlich mit diversen alpinen Gefahren rechnen. Die Bindung jedenfalls hat als einzige Pin-Bindung die Chance auf ein entsprechendes Prüfzertifikat vom TÜV, was heißt, dass sie richtig eingestellt und bedient, in den vom Prüfverfahren für Alpinbindungen festgelegten Situationen auslöst, bzw. definierte Seitwärtskräfte „schlucken“ muss, ohne auszulösen. Außerdem bietet sie wie von Pinbindungen gewohnt auch die Möglichkeit die Bindung zu sperren, damit sie nicht, bzw. nur unter besonders hoher Krafteinwirkung auslöst.
Leider gibt es bei Pin-Bindungen keine Norm wonach sich Bindungshersteller und Schuhhersteller halten müssen, weshalb man bei dieser Produktgruppe grundsätzlich immer auf das verwendete Material achten sollte, ob es miteinander ordentlich funktioniert. Aber wie schon weiter oben bemerkt, bietet die Vipec 12 besonders viele Anpassungsmöglichkeiten, womit es aktuell mit kaum einem Schuh am Markt Probleme geben sollte.

Fahreigenschaften

Die Fahreigenschaften sind bei Tourenbindungen meist nur auf harter Piste kritisch, was wir dann auch provozierten. Konstruktionsbedingt bietet die Vipec 12 von Fritschi besonders am Hinterpacken eine Schwachstelle, wie sie bei fast allen Pin-Bindungen aufgrund der Aufnahme  auftritt. Bessere Haltekräfte würden eine völlig andere Fersenaufnahme voraussetzen, wie sie z.B. aktuell bei der Bindung von Ski Trab zu sehen ist. Die Videoanalyse zeigte aber, dass Fritschi kein unnötiges Spiel in die Konstruktion mit einbrachte, womit sich diese Bindung im Fahren verhält, wie eine hochwertige Pinbindung. Kurz gesagt, für alles was als Tourenski bezeichnet wird, absolut geeignet und auch punkto Biegekurve  dank flexibel gelagerten Hinterteil, sehr neutral.

Fazit

Der Test wiederspiegelt unseren subjektiven Eindruck und entspricht natürlich keinem genormten Testablauf. Trotzem war deutlich zu erkennen, dass Fritschi hier eine absolut taugliche Pinbindung realisiert hat, von der man mit gutem Gewissen berichten kann. Mit viel technischen Aufwand, Erfindergeist und Konsequenz in der Umsetzung, entstand eine Pinbindung, die punkto Sicherheit mehr kann, als alle seine Pin-Mitbewerber. Dabei hält sich die Bindung beim Gewicht an das marktübliche Niveau, genau so wie auch beim Preis. Die Bedienung revolutioniert sie jedoch nicht, wodurch für die Verwendung einer Pin-Bindung immer noch etwas Übung und Wille dazu gehört. Wer das nicht mitbringt, muss eben eine Rahmenbindung samt ihrem hohen Gewicht ertragen.
Gut gefällt uns auch die farbliche Anpassbarkeit, womit die Bindung endlich nicht zum stylischen Störfaktor zählen muss.
Wie haltbar die Vipec 12 letztendlich ist, werden erst die Erfahrungen in den nächsten Jahren zeigen. Wegen der seitlichen Bewegungsfreiheit, um kleine Schläge schlucken zu können, befinden sich in der Vipec 12 aber einige Gleitflächen, die einmal im Jahr unbedingt mit dem richtigen Fett gewartet werden müssen – also hin und wieder ab zum Service damit.
Die Diamir Vipec 12 macht insgesamt einen sehr soliden Eindruck und sie ist in jedem Fall eine der raffiniertesten Tourenskibindungen derzeit am Markt.

Links

Änderungen in der Version 2014/15: https://freizeitalpin.david.jarolim.eu/37276/fritschi-vipec-12-version-1415-das-sind-die-neuerungen/

Update: Die Diamir Vipec 12 hat wie ursprünglich beschrieben noch kein Zertifikat vom TÜV. Das Prüfverfahren ist noch im Gange. Wir haben den Text diesbezüglich korrigiert und werden ein Update nachliefern, sobald es vom TÜV die Freigabe gibt.

 

Diamir Vipec 12 – die Pin-Bindungsrevolution von Fritschi

Diamir Vipec 12 – das Savety Pin System von Fritschi

Ursprünglich wurde die Vipec 12 auf der letzten Ispo als „Diamir Zenith 12“ vorgestellt und löste schon vor gut einem dreiviertel Jahr größtes Interesse aus. Der Prototyp ließ jedoch nicht im geringsten erahnen, wie ernst es Fritschi mir der neuen „Zapferlbindung“ meint. Wir haben uns die neue Vipec 12 nun erstmals genauer angesehen und dürfen ab heute darüber berichten.

Rahmenbindung oder Tech-Bindung? Kaum eine andere Frage wurde in den letzten Jahrzehnten beim Skibergsteigen so sehr diskutiert. Dynafit hatte mit der Techbindung ein Tourenbindungssystem am Markt, dass unschlagbare Gewichtsvorteile gegenüber Rahmenbindungen von Silvretta, Fritschi, und zuletzt dann Marker, Salomon, Tyrolia usw. boten. Die eine Seite warb also mit dem Gewicht, die andere Seite mit „Einstiegskonfort“ und vor allem Fritschi mit „Sicherheit“. Vor 10 Jahren kam für die Schweizer ein System auf Basis der Tech-Bindung absolut nicht in Frage – zumindest wenn sie von Juornalisten dazu befragt wurden. Zu undefiniert war der Auslösevorgang und einer TÜV Prüfung würde das System nie Stand halten… aber da war auch noch die Sache mit den Patenten 😉

Tatsächlich dauerte es nicht lange, und die ersten Pinn-Bindungen anderer Hersteller kamen nach frei werden der Patente auf den Markt. ATK z.B. mischte bei den Rennbindungen gleich kräftig mit. Jedoch waren die ersten Modelle nur auf Gewicht optimierte Kopien der Dynafit Tech-Bindung. Doch auch hier konnte man diverse neue Lösungsansätze finden, die durchaus Beachtung verdienen – ein Beispiel dafür ist die Umsetzung beim ATK Skistopper der selbst für Renn-orientierte Kunden plötzlich attraktiv war!

Die Sache mit dem Patent und der daraus resultierenden Monopolstellung von Dynafit brachte aber auch Probleme mit sich. Der Hersteller war nie gezwungen eine klare Industrie-Normung für sein Bindungssystem anzustreben. So kamen mit der zunehmenden Verbreitung der Tech-Bindung auch Schuhhersteller in die Situation, dass der Markt nach Schuhen mit Techbindungseinsätzen verlangte und für sie gab es nun 2 Möglichkeiten. Entweder man arrangierte sich mit Dynafit, wie es bis jetzt nur Scarpa machte und verbaute die original Inserts von Dynafit, oder man bastelte sich selbst eine Lösung die wegen der fehlenden Industrienorm nicht immer optimal umgesetzt wurde. Dadurch kämpfen beide Seiten aktuell mit Imageproblemen, sowohl Schuhhersteller als auch Dynafit. Erst gestern veröffentlichten wir hierzu einen Beitrag. Wer nun glaubt, dass die Rahmenbindungssystem von solchen Schwierigkeiten gefeit sind, irrt aber. Denn selbst dort gibt es unterschiedliche Auslegungen der Industrienormen und damit so manche ungewollte Reibungspunkte – im wahrsten Sinne des Wortes.

Doch zurück zur Pinn-Bindung. Die Patente waren ausgelaufen, der Markt aufgeschlossen für leichte Systeme und die Hersteller willig. Auch Fritschi! So starteten die Schweizer, die bis dato Marktführer beid en Rahmenbindungen sind ihr Projekt Pin-Tourenbindung. Der Anspruch war klar definiert. Nur bei Bewahrung ihrer Sicherheitsansprüche an das Tourenbindungssystem werden Sie das Projekt zur Marktreife bringen. Daraus resultierte Anfang dieses Jahres der Prototyp mit der Bezeichnung „Diamir Zenith 12“ und seinem völlig neuen Ansatz, was das Auslöseverhalten angeht. Heute präsentiert Frischi diese Bindung als „Diamir Vipec 12“ der breiten Öffentlichkeit und vor allem auch schon dem Endkonsumenten. Denn noch in diesem Winter werden die ersten Vipec 12 in den Handel gehen.

 

Diamir Vipec 12 – der Name

Diamir Vipec 12 begleitet alle, vom Virus des Skitourengehens infizierten leicht und komfortabel von „Peak zu Peak“ mit den schönsten „Scenic Views“

 

Power and safety – Light weight and comfort

Analog moderner Auslösesysteme von Alpinbindungen erfolgt die Seitwärtsauslösung in einem Frontautomaten. Ein aktiver Längenausgleich sorgt für eine definierte Auslösung auch bei durchgebogenem Ski. Mit dem Easy Switch Concept spielt die Diamir Vipec 12 in punkto Bedienungskomfort bei Pin-Bindungen in einer anderen Liga. Breite Abstützung und hohe Systemstabilität sorgen für direkte Kraftübertragung. Auch beim Harscheisen macht ein ausgeklügelter Mechanismus das scheinbar Unmögliche möglich und sorgt für konstant tiefen Eingriff der Zacken in den Schnee auf allen Gehstufen.

 

Die erste Pin-Bindung mit definierter Auslösung

Vorteile im Vergleich zu üblichen Pin-Bindungen

  • Die definierte Sicherheitsauslösung seitwärts vorne
  • Die definierte Sicherheitsauslösung frontal
  • Die Sicherheitsauslösung auch im Aufstiegsmodus
  • Die einfachste Umstellung von Geh- auf Fahrmodus
  • Der einfachste Wechsel der Gehstufen
  • Die kompromisslose Kraftübertragung auch im Fersenbereich
  • Das Harscheisen Traxion mit einstellbarer Eingriffstiefe

 

Technische Daten und Schukompatibilität

DIN: 5 – 12
Skibreite: > 67 mm
Gewicht: 470 g / Einheit ohne Skistopper
Skistopper, Optionen serienmässige Ausstattung: 80/90/100/115

Das Diamir SAFETY PIN SYSTEM enthält mehrere patentierte Technologien, welche auch bei durchgebogenem Ski eine definierte Auslösung ermöglichen. Kompatibel mit allen gängigen Skitourenschuhen mit entsprechenden Inserts.

In der Bildergallerie seht ihr interessante Details, wie Fritschi dem „Wildwuchs“ bei den Inlays von Schuhen und unterschiedlichen Konstruktionen der Sohle und überhänge begegnet!

 

 

Harscheisen Traxion

Harscheisen mit einstellbarer Eingriffstiefe
Optimaler Rückhalt in jedem Gelände bedeutet Sicherheit und Komfort zugleich, insbesondere in steilen Hängen und heiklen Traversen oder bei harter Schneeunterlage. Wie die Diamir Vipec 12 mit dem Diamir Safety Pin System ist auch das passende Harscheisen erfrischend anders und bietet dem Benutzer neben sicherem Griff ein deutliches Plus an Funktionalität in jeder Situation.

Richtungsweisend – TRAXION TECH
Als absolutes Novum kann die Eingriffstiefe je nach Bedürfnis über einen ebenso einfachen wie raffinierten Mechanismus variiert werden. Frappant – auch auf der dritten Gehstufe bei 13° dringt das Harscheisen noch extrem tief in den Schnee ein und sorgt für konstant sicheren Rückhalt auf jeder Gehstufe. Das Leichtgewicht mit bissiger Zackengeometrie bietet dem Benutzer ein Vielfaches an Rückhalt, Komfort und Sicherheit verglichen mit herkömmlichen Harscheisen.

 

Führungsplatte Rental 60 und Rental System

Fritschi bietet für die Vipec 12 2 verschiedene Plattensysteme an. Eines mit kleinen Verstellbereich für z.B. Sportler, die eine Bindung mit 2 verschiedenen Schuhen (z.B. ein Rennschuh und ein Trainingsschuh) nutzten möchten, wo nur ein Schalensprung in der Größe ausgeglichen werden muss, sowie ein vollwertiges Rental System mit einem einstellbereich von 265 – 365 mm

 

Outstanding design and colors

Die bis ins Detail durchgezogene eigenständige Formgebung aus einem Mix von Kraft und Feinheit manifestiert gegen außen, welch ausgeklügelte Technologien in der Diamir Vipec 12 stecken. So individuell wie die Anforderungen der Benutzer an die Funktionalität und das Design sind, so unterschiedlich sind auch die Wünsche an die Farbe.

Geschickt löst Fritschi mit Color Clips unsere modischen Ansprüche. Die Diamir Vipec 12 ist überwiegend weiß, enthält aber zusätzlich farbige Kunststoff-Applikationen die man leicht selbst wechseln und somit endlich die Bindung farblich an Ski und Schuh anpassen kann.

Die Color Clips machen’s möglich – Der persönliche Geschmack entscheidet
Ausgeliefert wird die Diamir Vipec 12 mit je einem schwarzen Clip auf dem Easy Switch Toe und dem Comfort Lever 2 (auf Deutsch Vorder- und Hinterbacken). 5 zusätzliche Color Vlips gibt es dann als Zubehör und Fritschi versicherte uns, dass diese preislich ganz moderat sind!

Die neue Fritschi Diamir Vipec 12 made in switzerland ist ab Januar 214 für € 450,– erhältlich.

Hersteller-Informationen sollte es bald auf www.diamir.com geben und wir werden natürlich so bald wie möglich den ersten Testbericht mit der neuen Fritschi Diamir Vipec 12 hier auf Freizeitalpin bringen!

 

Weitere Beiträge auf Freizeitalpin zur neuen Bindung inkl. Video:

https://freizeitalpin.david.jarolim.eu/25685/diamir-zenith-12-eine-rahmenlose-bindung-von-fritschi/

https://freizeitalpin.david.jarolim.eu/26178/diamir-zenith-12-neue-bilder-und-ein-video-von-der-ispo/

 

Update: Noch mehr Infos zur Vipec 12 auf Freizeitalpin.com:

 

Fotos: Fritschi (Link)