Fritschi Xenic 10 – neue Tourenskibindung mit nur 280 Gramm

Fritschi Xenic 10 ab Winter 19/20

Fritschi wird uns auf der kommenden ISPO seine neue Pin-Bindung Xenic 10 präsentieren. Die neue Tourenskibindung wird mit nur 280 Gramm die bisher leichteste Bindungskonstruktion von Fritschi sein und so wie es aussieht, eine echte Ergänzung zu Vipec und Tecton im Leichtbereich werden. Das Gewicht wird übrigens wie bei allen Herstellern exkl. Stopper angegeben, der Stopper selbst wiegt 45 Gramm.

Es wäre nicht Fritschi, wenn nicht ein paar außergewöhnliche Sicherheitsfeatures zu sehen sind. So bläst die Bindung zwar grundsätzlich in das Horn von Fritz Bartel (dem Vater der Pin-Bindung), also einer Fixierung über zwei in den Schuh greifenden Dorne vorne und Auslösung über einen drehbaren Fersenautomaten. Die Schweizer haben sich jedoch einem doch sehr präsenten Problem angenommen, sodass Fehlauslösungen aufgrund vertikaler Schläge bei dieser Konstruktion unterbunden werden können.  Es handelt sich also vorne nicht um eine sonst in dieser Gewichtsklasse weit verbreiteten Kipphebelfunktion mit einem Kniehebelgelenk!

Fritschi Xenic – leicht und performant!

Nach einem ersten Gespräch mit Silke Danklmayr (Produktmanagerin bei Sail & Surf, dem Fritschi-Generalvertrieb für Österreich), deutet einiges trotz des geringen Gewichtes, auf eine hochperformante Konstruktion hin! Zum einen zeig sich Fritschi mit den Harscheisengrößen von 85, 95 und sogar 105 mm Breite sehr selbstbewusst. Eine „zarte“ Bindung würde keine 105 mm breiten Harscheisen benötigen und hier sollte man auch gleich anmerken, dass diese nicht von anderen Modellen übernommen wurden. Freilich, einerseits schade, aber dafür werden sie vermutlich absolut perfekt und ohne Kompromisse zur Funktion der neuen Bindung passen. Doch vielmehr deuten einige technische Feinheiten, die so in dieser Ausführung einzigartig sind, auf eine  recht stabile und gründlich überlegte Konstruktion hin. Der Verzicht auf einen Kipphebel ist schon mal nicht schlecht. Denn das war bisher sehr oft auch damit verbunden, dass man bei diesen Bindungen auf die Sicherheitsauslösefunktion gerne verzichtete und die Bindung auch bei der Abfahrt blockierte. Umso mehr sind wir natürlich gespannt, was die Fritschi Aufnahme in dieser Hinsicht leistet.

Interessant wird es aber auch am Hinterbacken! Erstens ist dieser auf einer wohl bekannten Platte montiert, die tatsächlich die gleiche wie bei Vipec und Tecton ist. Ein breites Bohrbild und 10 mm dynamischer Längsausgleich sind damit somit schon mal mit an Board und eine echte Ansage! Dieser Längsausgleich gewährleistet nämlich auch bei starken Durchflexen der Ski, den eingestellten Auslösewert.

Die DIN-Werte für die Seitwärts- und die Frontalauslösung sind separat und stufenlos einstellbar, weil die Aufnahme des Schuhs hinten nicht wie vermutet und üblich, mit einer Spange in U-Form realisiert wird. Die beiden Zapfen sind von einander unabhängig gelagert und sind drehbar! Auch das soll ein besseres Auslöseverhalten ermöglichen.

Z-Wert 4-10

Ein besonders erfreuliches Detail ist der große Z-Wert Bereich, der bei der Xenic 10 bereits bei 4 beginnt. Damit dürfte die Bindung auch für viele sehr leichte Personen und vor allem auch Jugendliche interessant werden.

Komfort kommt nicht zu kurz

Zwei sehr wohlklingende Features dem Komfort dienend, haben wir ebenfalls in Erfahrung bringen können. Zum einen werden die Stopper ihren Namen gerecht und sind entsprechend stabil und tief eingreifend ausgeführt. Außerdem werden sie erst beim Einsteigen in die Bindung automatisch nach oben geklappt. Damit spart man sich schon mal einiges an Gefummel und verringert die Gefahr eines Skiverlustes!

Dann wäre auch noch eine sehr großzügig ausgeführte Steighilfe in Form von einer Klappe, die ein gutes Handling mit dem Stock verspricht. Damit sollte man also auch diese Funktion gerne nutzen können!

Sobald wir mehr Infos haben, werden wir diesen Beitrag weiter ergänzen! Spätestens auf der Ispo haben wir für euch auch ein Video!

Foto: 
  • Fritschi

Fritschi offizieller Ausrüster und Partner des österreichischen Bergführerverbandes

Noch unschlüssig, welche die beste Skitourenbindung für dich, diesen Winter ist? Der Österreichische Bergführerverband hat seine Wahl bereits getroffen und diese fällt auf den Schweizer Bindungshersteller Fritschi. 

Mit der Wintersaison 2018/19 ist Fritschi offizieller Ausrüster und Partner des österreichischen Bergführerverbandes

Diesen Winter vertrauen die 1500 Mitglieder und Ausbilder des Verbands der Österreichischen Berg- und Schiführer auf die Tourenbindungen Vipec Evo und Tecton. Der Verband der Österreichischen Berg- und Schiführer (VÖBS) ist der Zusammenschluss aller österreichischen Bergführer-Landesverbände. Als Berufsverband vertritt er auch die Interessen der österreichischen Bergführer im internationalen Verband der Bergführerverbände (IVBV/UIAGM/IFMGA).

Die für den Verein bereitgestellten Bindungen von Fritschi garantieren höchste Qualität und Sicherheit: Alle Tei- le werden in der Schweiz hergestellt und zum hochwertigen Qualitätsprodukt zusammengefügt. Jede Bindung durchläuft nach der Montage eine minutiöse Qualitätskontrolle inklusive Überprüfung der Funktion. Das leichte Gewicht, der einfache Einstieg und die Sicherheit machen die Bindung zum perfekten Partner für die nach internationalen Standards ausgebildeten Bergführer.

Foto: 
  • Fritschi

Auf Freizeitalpin findet Ihr natürlich jede Menge Berichte und Tests zu den Pin-Bindungen von Fritschi, die sich in den letzten Jahren zur Perfektion entwickelt haben. Die heuer am Markt befindlichen Modelle zeichnen sich vor allem durch ihren unübertroffenen Einstiegskomfort aus. Ja, das hat Fritschi nun endgültig im Griff! Eine Vipec oder Tectron könnt ihr also getrost auch in eure engere Wahl nehmen! 

Der Einstieg-Test mit Fritschi Tecton 12

Die neuen Vorderteile der Fritschi Tecton 12 und Vipec Evo 12 versprachen ja bereits bei der ersten Ankündigung einen besonders guten Einstiegskomfort. Im Zuge der ISPO konnte ich mich gestern ein weiteres mal von der enormen Verbesserung überzeugen und habe für euch ein richtig langes Video von der Einstiegsprozedur gemacht. 

 

So leicht kommt man in die neue Fritschi Tecton 12, bzw. Vipec Evo 12 rein!

 

Es ist wirklich so. Das was ihr in diesem „extra langen“ Video gesehen habt, ist real! Sollte also bis zur Auslieferung die Konstruktion unverändert bleiben, wird das der neue Maßstab für alle Tech-, Pin-, oder einfach nur Zapferlbindungen.

 

Mit besten Grüßen von der Ispo,
David

Fritschi Vipec Evo 12 – ein Update für 2017/18

Fritschi nimmt das Thema Pin-Bindung richtig ernst. Denn auch 2017/18 wird wieder an der Vipec geschraubt, um sie noch besser zu machen. Die neueste Ankündigung wird vor allem den Fachhändler freuen, da für Ihn ein paar Anpassungsarbeiten an den jeweiligen Schuh entfallen. Dem User beglückt Fritschi mit einem besseren Einstiegsverhalten.

 

Fritschi Vipec EVO 12

Bei der im Winter 17/18 auf den Markt kommenden Vipec gibt es ein paar Änderungen am Vorderteil. Bisher musste der Fachhändler mittels unterschiedlicher Kunststoffeinsätzen den Auslösemechanismus für die Frontalauslösung an den verwendeten Schuh anpassen. Ein neuer Anschlag sorgt nun für ein universelles Ansprechen, womit bei der Montage Zeit gespart wird und der Anwender ein Plus an Sicherheit bekommt. Das Thema ist aber auch für einige Anwender durchaus brisant, besonders wenn sie mehr als ein Schuhmodell mit ein und derselben Bindung verwenden! Einen absolut empfehlenswerten Beitrag findet ihr im Bergauf 5/2016 ab Seite 16. Darin geht es um das Zusammenspiel der unterschiedlichen Komponenten und worauf zu achten ist!

 

 

 

 

Wem der Einstieg bisher noch zu schwierig vorkommt, für den gibt es auch hierzu eine kleine Neuerung. Fritschi optimiert den Einstieg ein weiteres mal. Wie gut das funktioniert, seht ihr in dem Video von der Tecton 12, die das absolut identischen Vorderteil bekommt:

[youtube]https://youtu.be/O4itUPxn7I4[/youtube]

 

Ansonsten bleiben die technischen Angaben alle gleich. Die neue Vipec Evo 12 hat wie die Vorgänger 500 Gramm pro Einheit, exkl. Stopper und lässt sich auf einen DIN Wert von 5-12 einstellen. Die Details findet ihr in unseren vorangegangenen Beiträgen hier auf Freizeitalpin.

 

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Die zweite Neuheit bei Fritschi ist die Freetouring-Bindung Tecton 12, die wir euch in diesem Beitrag vorstellen. Nicht uninteressant!

 

Fotos: Fritschi

Fritschi Tecton 12 – die Tourenbindungsneuheit für 17/18

Fritschi Tecton 12 heißt der jüngste Spross der Schweizer Tourenskibindungsspezialisten und soll kommende Saison (17/18) auf den Markt kommen. Das Konzept hierbei lautet, vorne Pin für einen optimalen und leichten Bewegungsablauf, hinten Backen um die Kräfte maximal auf den Ski zu bekommen. Dabei hat der hintere Teil eine kleine Innovation zu bieten!

 

Fritschi – alles neu!

Ein neues Logo und gleich 2 neue Bindungen erwarten uns 2017/18. Zum einen wird es von der bewährten Vipec 12 eine Weiterentwicklung mit der Vipec Evo 12 geben, zum Anderen kommt ein völlig neues Konzept mit der Tecton 12 auf den Markt. Beide Leichtbau-Bindungen werden wie bei Fritschi üblich in der Schweiz gefertigt.

fritschi-alles-neu

 

Fritschi Tecton 12

Die neue Freetouring-Bindung Fritschi Tecton 12 zielt auf die Verwendung mit breiteren Tourenski ab. Dabei kommt der neue Vorderbacken der Vipec Evo 12 zum Einsatz und wird durch einen kräftigen Versenbacken ergänzt. Dieser sorgt für eine enorme Kraftübertragung, indem er nicht nur so konstruiert ist, dass er wie bei einer Alpinbindung den Versen nach unten drückt, sondern mit dem einzigartigen Power Rail in den Insert an der Ferse zusätzlich eingreift und den Schuh so noch besser fixiert. Ungewollte Seitwärtsbewegungen sollen so maximal entgegengewirkt werden. In diesem Detail liegt auch der große Unterschied zu einer anderen bekannten Bindung in diesem Segment.

 

Kraft, Dynamik und Komfort

Die Fritschi Tecton 12 wird also trotz ihrem geringen Gewicht für einen ordentlichen Zuwachs bei den Haltekräften sorgen. Durch die besondere Konstruktion der Vorderbacken und des Längsausgleiches des Hinterbacken ist aber auch für die nötige Dynamik im System gesorgt. Seitliche Schläge kann so die Bindung mit einem dynamischen Weg von 13 mm an den vorderen Pins aufnehmen und frontal hinten mit 9 mm. Die Tecton 12 profitiert auch von den Neuerungen der Vipec Evo. Da ja die vorderen Teile identisch sind, darf sich der Anwender über den verbesserten Einstiegskomfort freuen! Die Bedienung war bei den Vipec Modellen schon vorbildlich, was wir bei der Tecton ebenfalls erwarten dürfen. Auch eine Notauslösung im Aufstieg ist wieder vorgesehen.

 

 

Die Tecton 12 ist grundsätzlich ab einer Skibreite von 67 mm verwendbar und wiegt ohne Stopper 550 Gramm pro Einheit. Stopper werden in Breiten bis 90, 100, 110, 120 mm angeboten und 80 Gramm wiegen. Der DIN Wert lässt sich von 5-12 einstellen.

 

Video: Der Einstieg in eine Tecton 12

[youtube]https://youtu.be/O4itUPxn7I4[/youtube]

 

Sobald wir mehr Infos haben, werden wir natürlich auf Freizeitalpin berichten. Die Ispo ist nur noch gut einen Monat entfernt, womit wieder viele News zu erwarten sind. Die News zur Vipec Evo 12 erfahrt ihr aber schon im nächsten Beitrag!

 

 

Wenn euch unsere Infos gefallen, empfehlt uns weiter! Ihr findet uns auch auf Facebook: https://www.facebook.com/FREIZEITALPIN

 

Fotos: Fritschi

 

Fritschi Vipec 12 | Version 14/15 – das sind die Neuerungen

Die Vipec 12 von Fritschi hatte letztes Jahr bei der Markteinführung ganz schön viel Staub in der Pinbindungsszene aufgewirbelt. Kam sie doch mit einem konkurrenzlosen Sicherheitskonzept daher! Vor lauter Sicherheits-Raffinessen haben wir sogar kurzzeitig behauptet, dass sie mit TÜV auf den Markt kommt. Das schaffte Fritschi letztendlich doch nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Immerhin haben es Marker mit der Kingpin und Dynafit mit der Beast 16 nun auch mit Pin-Bindungen geschafft. Wen die Sache mit dem TÜV genauer interessiert, sollte auf der ASKIMO Seite vorbei schauen.

Doch ob mit oder ohne TÜV, die Vipec 12 bietet hervorragende Sicherheitsfeatures und in der neuen Saison 14/15 ein paar nette konstruktive Veränderungen am vorderen Teil der Bindung.

 

Fritschi Vipec 12 | Version 14/15

Um es kurz zu machen, es handelt sich um genau 3 Tetails, die verändert wurden.

  • Zum einen wurde die Schraubensicherung nun zusätzlich mittels Bolzen und somit einem Formschluss ausgeführt. Da die Vipec 12 den Schuh nicht mittels Kniehebelgelenk klemmt, sondern mittels der Pins exakt hält, müssen diese optimal auf den Schuh eingestellt sein (klar eine Angelegenheit des Fachhändlers). In der letztjährigen Version gab es vereinzelt Probleme mit der Schraubensicherung, die sich aber mit dem richtigen Schraubensicherungsklebstoff beheben ließen.

 

  • Die zweite Neuerung sind die Anschlagzapfen oder besser bezeichnet Zentrierbacken am Vorderteil, die das Einsteigen nochmals richtig verbessern und man kommt mit dem Schuh auch nicht mehr unter die Zapferl (Pins ;-).

 

  • Alle guten Dinge sind 3. Darum gibt es bei den Color Clips – mit denen man auch die Farbgestaltung der Bindung selbst in die Hand nehmen kann – nun eine Größe mehr. Die Color Clip sind verantwortlich, dass der Schuh bei der Frontalauslösung im zweiten Schritt korrekt frei gegeben wird. Somit sollte die Bindung auch mit TLT5/6  und Co perfekt bei der Frontauslösung funktionieren. Hier wurde die Schuhspitze in der Vergangenheit zu stark strapaziert.

 

 

Die neue Version wird übrigens soeben an den Fachhandel ausgeliefert und sollte in einigen Tagen überall erhältlich sein. Die Preise sind UVP € 449,99 bzw mit Stopperbreite ab 100 mm € 459,99.

 

Mehr Infos gibt es beim Hersteller: http://www.diamir.com/

und in folgenden Beiträgen auf Freizeitalpin.com:

 

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Ergänzend haben wir für alle die etwas tiefer in die Materie eintauchen möchten, eine Erklärung der verschiedenen Bindungssysteme und wie die Diamir Vipec 12 von Fritschi einzuordnen ist.

 

Bindungssysteme

Heute sind für Bindungen mit Gehfunktion drei Bindungs-Systeme auf dem Markt. Der Unterschied liegt in der Aufnahme und dem Halt der Schuhe:

Tabelle Bindungssysteme Tourenbindungen
Das Safety Pin System (Diamir Vipec 12) ist übrigens das derzeit einzige Pin-Pin System mit einer direkten Seitwärtsauslösung in der Front Einheit.

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Beim Safety Pin System sind die Seitwärtsauslösung vorne und die Frontalauslösung hinten technisch getrennt und funktionieren unabhängig. In Kombination mit der breiten Abstützung des ganzen Systems wird die Kraft sehr direkt vom Schuh auf den Ski übertragen, was sich positiv auf das Fahrverhalten im Schnee auswirkt.

 

DIN-Wert

Der DIN-Wert wird mittels einer Tabelle anhand von fünf Kriterien (Körpergewicht, Körpergrösse, Schuhsohlenlänge, Skifahrer-Typ, Alter) berechnet. Diese basiert auf Grundlagen der 80-iger Jahre für Abfahrten auf der Piste.

Für Abfahrten im Gelände handelt sich somit um einen Richtwert, welcher aufgrund individueller Bedürfnisse oder äusserer Bedingungen nach unten oder oben angepasst werden kann. Die Toleranz gemäss DIN/ISO entspricht  einem DIN-Wert.

 

Normen Skitourenschuhe und Skitourenbindungen für Backensysteme

Touren- und Alpinbindungen: DIN ISO-Normen 13992 und 9462

Tourenskischuhe: DIN ISO 9523

Alpinskischuhe: DIN ISO 5355

 

Diese Normen beziehen sich auf Backensysteme und stecken den Rahmen zur Aufnahme des Schuhs sowie der Gewährleistung der Auslösung.

 

Kompatibilität der Schuhe

Die wichtigsten Kriterien sind:

–        Geometrie der Sohle vorne und hinten

–        Dicke der Schuhsole

–        Sprengung (Rocker) der Sohle

–        Härte der Gummisohle (Reibung)

–        Geometrie der Schuhspitze und des Fersenbereiches

 

Kompatibilität Skitourenschuhe mit Inserts und Pin-Bindungen

Weder für Pin-Bindungen noch für Tourenschuhe mit Inserts bestehen Normen bezüglich Aufnahme des Schuhs und der Auslösung. Die oben genannten Kriterien werden von den Schuherstellern völlig unterschiedlich behandelt. Deshalb ist es nicht selbstverständlich, dass jeder Schuh mit Tech-Aufnahme bzw. Inserts auch tatsächlich für jede Pin-Bindung geeignet ist! Dynafit hatte deshalb letztes Jahr mit einem „Dynafit certified“ Emblem reagiert. Denn am Markt befinden sich teilweise sehr kuriose Ausführungen, die nicht immer optimal sind. Die Diamir  Vipec 12 ist auf beinahe alle Tourenskischuhe mit Inserts einstellbar. Nur die Rennschuhe mit extrem stark gesprengten (Biegung) Sohlen sind hier ausgenommen.

Grundsätzlich empfehlen wir aber jeden Schuhkäufer, sich die Kompatibilität zu seinem vorhandenen Material vom Händler bestätigen zu lassen – auch in naher Zukunft. Denn solange es hier keine echte Norm gibt, wird es auch keine 100% Kompatibilität geben! Mehr zu den Normen und TÜV wie schon in der Einleitung oben erwähnt und verlinkt, aktuell auf der Askimo Seite.

Grafiken: Fritschi

 

Fritschi Diamir Vipec 12 gewinnt ISPO GOLD AWARD 2014/15

GOLD für Fritschi Diamir Vipec 12

Die Dimait Vipec 12 von Fritschi hat ganz schön viel Eindruck in der Skitourenszene hinterlassen und den Rest der Bindungsbranche ist es vermutlich eiskalt den Rücken hinunter gelaufen.

Auf unseren Test hinauf mussten wir uns wie noch nie zuvor mit jeder Menge Kritik befassen und unser doch recht lockerer und sehr subjektiver Umgang mit der Sache bot naturgemäß viel Angriffsfläche. Doch wir schreiben ja nicht für die Wissenschaft, auch nicht für die Industrie, sondern Menschen, die gerne den Berg hinauf laufen und Spaß beim Hinunterkommen haben und dabei den Alltag hinter sich lassen möchten und sich über die herrliche Kulisse ihres Hobbys freuen. Umso mehr freut es uns, dass wir mit unserer Meinung nicht alleine da stehen und selbst eine hochkarätige Jury die Diamir Vipec 12 auszeichnet – und zwar mit dem höchsten Preis, der ihr im Zuge des ISPO Awards zur Verfügung stand: GOLD.

Jury Statement

Die Fritschi Diamir Vipec war klarer Gewinner in dieser Kategorie, da die Allterrain-Bindung alle Vorteile und Funktionen einer leichten Pin-Bindung bietet, während sich der Skifahrer auf die Sicherheit der von Alpinbindungen gewohnten Fersen- und Zehenautomaten verlassen kann, die im Fall eines Sturzes oder einer Lawinenverschüttung auslösen. Die Bindung bedient die Nachfrage des Markts nach einer sicheren, verlässlichen Pin-Sicherheitsbindung und gibt vor allem dem Hobbyskitourenmarkt einen starken Impuls.

Brigid Mander, freeskier

Quelle: Link

 

Noch eine Auszeichnung

Im Zuge der SIA Show in Denver wurde die Diamir Vipec 12 als Outside Gear vom amerikanischen Magazin ausgezeichnet.

 

Mehr Infos zur Vipec 12 auf Freizeitalpin.com:

 

 

 

 Bild: Fritschi

Diamir Vipec 12 im Freizeitalpin-Test

Auch Fritschi begiebt sich in die Welt der leichten Tourenskibindungen

Fritschi hat es also tatsächlich geschafft, das von Fritz Barthel vor 30 Jahren erfundene Pin-System, das bis zum Auslaufen des Patentes ausschließlich von Dynafit produziert wurde, so weiter zu entwickeln, dass es sogar den strengen Anforderungen an Alpin-Bindungen des TÜV genügen soll und seine Plakette vermutlich sehr bald tragen wird. Was die neue Diamir Vipec 12 auch sonst noch drauf hat, konnten wir vor Weihnachten in freier Wildbahn testen.

Die Pin-Bindung Diamir Vipec 12 – alles eine Sache der Einstellung

Die Diamir Vipec 12 von Fritschi baut ganz auf das Pin-Prinzip, wie wir es von Dynafit kennen, auf. Das heißt auch, dass alle Tourenskischuhe die mit einer klassischen Dynafit-Bindung kompatibel sind, auch bei dieser Bindung passen. Doch dass nicht alles was zwei Löcherl vorne hat, auch tatsächlich funktioniert, zeigt uns die aktuelle Entwicklung bei Dynafit, die ein eigenes Zertifizierungsprogramm gestartet haben, da es doch so manche Probleme mit den Inserts fremder Hersteller gab. Fritschi geht dies geschickt aus dem Weg, indem sie die beiden Pins in der Breite verstellbar machen. Doch was verstellt werden kann, bedarf auch einer exakten Einstellung. Überhaupt muss bei der Diamir Vipec 12 einiges exakt eingestellt werden, um eine reibungslose Funktion zu gewährleisten. Da die Vipec 12 anders wie alle Mitbewerber eine Frontauslösung hat, muss auch der vordere Hebel mittels Inlays, die es übrigens als Zubehör in verschiedenen poppigen Farben gibt, an den Schuh angepasst werden. Die Diamir Vipec 12 ist also definitiv kein Produkt für den Versandhandel und muss vom Fachhändler ordentlich montiert und angepasst werden.

Die Mausefalle schnappt zu

Wer mit Pin-Bindungen Erfahrung hat, wird sich schnell zurecht finden, denn die Diamir Vipec 12 schnappt zu wie eine Mausefalle. Dabei bedarf es weder Druck noch einer Betätigung eines Hebels, was den Einstieg recht angenehm gestaltet. Einzig wünschenswert wäre noch ein kleiner Anschlag wie wir es von Dynafit-Bindungen kennen. Eine kleine Markierung am Schuh kann aber die Orientierung erleichtern – siehe Bildergallerie! Etwas unschön aber nicht weiter problematisch war auch die Tatsache, dass man bei einem Fehleinstieg schnell mit dem Schuh unter die geschlossenen Zapferl kommt und sich dann etwas heraus hangeln muss.

Nur noch gehen muss man selbst

Im Aufstieg glänzt die Diamir Vipec 12 mit einer sehr gut gängigen Steighilfe, die man gerne bei jedem Bedarf verstellt. Dank dem geringen Gewicht, bietet die Vipec gegenüber ihren großen Schwestern aus der Rahmenfraktion einen gewaltigen Gewinn. Aber das trifft wohl für jede Pin-Bindung bis auf die Dynafit Beast zu. Hinzu kommt bei diesem Modell auch der Anspruch an die Sicherheit.

Harscheisen

Es tut uns leid, das konnten wir aktuell noch nicht testen. Aber es gibt eines und es soll funktionieren – sogar in der hohen Steighilfeposition!

Ist sicher wirklich sicher?

Wer im freien Gelände unterwegs ist, muss grundsätzlich mit diversen alpinen Gefahren rechnen. Die Bindung jedenfalls hat als einzige Pin-Bindung die Chance auf ein entsprechendes Prüfzertifikat vom TÜV, was heißt, dass sie richtig eingestellt und bedient, in den vom Prüfverfahren für Alpinbindungen festgelegten Situationen auslöst, bzw. definierte Seitwärtskräfte „schlucken“ muss, ohne auszulösen. Außerdem bietet sie wie von Pinbindungen gewohnt auch die Möglichkeit die Bindung zu sperren, damit sie nicht, bzw. nur unter besonders hoher Krafteinwirkung auslöst.
Leider gibt es bei Pin-Bindungen keine Norm wonach sich Bindungshersteller und Schuhhersteller halten müssen, weshalb man bei dieser Produktgruppe grundsätzlich immer auf das verwendete Material achten sollte, ob es miteinander ordentlich funktioniert. Aber wie schon weiter oben bemerkt, bietet die Vipec 12 besonders viele Anpassungsmöglichkeiten, womit es aktuell mit kaum einem Schuh am Markt Probleme geben sollte.

Fahreigenschaften

Die Fahreigenschaften sind bei Tourenbindungen meist nur auf harter Piste kritisch, was wir dann auch provozierten. Konstruktionsbedingt bietet die Vipec 12 von Fritschi besonders am Hinterpacken eine Schwachstelle, wie sie bei fast allen Pin-Bindungen aufgrund der Aufnahme  auftritt. Bessere Haltekräfte würden eine völlig andere Fersenaufnahme voraussetzen, wie sie z.B. aktuell bei der Bindung von Ski Trab zu sehen ist. Die Videoanalyse zeigte aber, dass Fritschi kein unnötiges Spiel in die Konstruktion mit einbrachte, womit sich diese Bindung im Fahren verhält, wie eine hochwertige Pinbindung. Kurz gesagt, für alles was als Tourenski bezeichnet wird, absolut geeignet und auch punkto Biegekurve  dank flexibel gelagerten Hinterteil, sehr neutral.

Fazit

Der Test wiederspiegelt unseren subjektiven Eindruck und entspricht natürlich keinem genormten Testablauf. Trotzem war deutlich zu erkennen, dass Fritschi hier eine absolut taugliche Pinbindung realisiert hat, von der man mit gutem Gewissen berichten kann. Mit viel technischen Aufwand, Erfindergeist und Konsequenz in der Umsetzung, entstand eine Pinbindung, die punkto Sicherheit mehr kann, als alle seine Pin-Mitbewerber. Dabei hält sich die Bindung beim Gewicht an das marktübliche Niveau, genau so wie auch beim Preis. Die Bedienung revolutioniert sie jedoch nicht, wodurch für die Verwendung einer Pin-Bindung immer noch etwas Übung und Wille dazu gehört. Wer das nicht mitbringt, muss eben eine Rahmenbindung samt ihrem hohen Gewicht ertragen.
Gut gefällt uns auch die farbliche Anpassbarkeit, womit die Bindung endlich nicht zum stylischen Störfaktor zählen muss.
Wie haltbar die Vipec 12 letztendlich ist, werden erst die Erfahrungen in den nächsten Jahren zeigen. Wegen der seitlichen Bewegungsfreiheit, um kleine Schläge schlucken zu können, befinden sich in der Vipec 12 aber einige Gleitflächen, die einmal im Jahr unbedingt mit dem richtigen Fett gewartet werden müssen – also hin und wieder ab zum Service damit.
Die Diamir Vipec 12 macht insgesamt einen sehr soliden Eindruck und sie ist in jedem Fall eine der raffiniertesten Tourenskibindungen derzeit am Markt.

Links

Änderungen in der Version 2014/15: https://freizeitalpin.david.jarolim.eu/37276/fritschi-vipec-12-version-1415-das-sind-die-neuerungen/

Update: Die Diamir Vipec 12 hat wie ursprünglich beschrieben noch kein Zertifikat vom TÜV. Das Prüfverfahren ist noch im Gange. Wir haben den Text diesbezüglich korrigiert und werden ein Update nachliefern, sobald es vom TÜV die Freigabe gibt.

 

50 Jahre Fritschi

Mit einem Weltmarktanteil von 65 bis 70 Prozent ist Fritschi in Reichenbach i.K. souveräner Marktführer unter den Herstellern von Tourenbindungen. Die Berner haben sich ihre Pole-Position in diesem technisch anspruchsvollen Segment systematisch erarbeitet. Ihre konsequente Politik der gezielten technischen Innovationen liefert einen fundamentalen Beitrag für die Weiterentwicklung des Tourensports.

Um die schönste und natürlichste aller Wintersportarten auch wirklich geniessen zu können, muss die Bindung einfach top sein. Eine wirklich gute Tourenbindung verlangt das volle Know-how kreativer Ingenieure und erstklassiger Handwerker. Fritschi stellt beides: die begabten Ingenieure und die Qualitätshandwerker. Bei Fritschi arbeiten sie Hand in Hand. Fritschi bekennt sich nicht einfach zum Denk- und Werkplatz Schweiz, sondern steht zum Berner Oberland und hält Reichenbach seit 50 Jahren die Treue.

Für die Statistik ist Fritschi nur ein Nischenproduzent, der sich einen Weltmarkt erschlossen hat. Aber dieser Weltmarkt hat es in sich. Er umfasst die Skigebiete von den Alpen bis zu den Anden. Darin inbegriffen die aufstrebenden Wintersportgebiete in der Tatra und im Kaukasus, im Himalaja oder etwa in den Rocky Mountains. Fritschi hat das Meisterstück fertig gebracht, für die Tourenskifahrer weltweit ein zuverlässiger und attraktiver Partner zu sein. Bei einem Exportanteil von 85 Prozent der Fertigung wäre es auch gar nicht anders möglich.

Fritschi-Bindungen sind auch immer die allererste Wahl bei Armee-Beschaffungen. Erst unlängst orderte die französische Armee für ihre Alpenjäger (Gebirgsinfanterie) Fritschi-Bindungen. In der Schweiz fügte es sich, dass Fritschi dank seiner Armeelieferungen wachsen konnte und die angemessene Anerkennung fand.

Tourenskibindungen müssen völlig gegensätzlichen Anforderungen gerecht werden. Sie sollen leicht sein, sie sollen einen optimalen Gehkomfort ermöglichen, gleichzeitig sollen sie möglichst stabil, solide und sicher sein. Um bei einem Sturz grösseres Unheil wie Knochenbrüche zu vermeiden, sollen sie mit einem modernen Auslösesystem ausgerüstet sein.

Die Konstruktion einer modernen Tourenskibindung ist heute längst ein komplexes Engineering. Die Beherrschung moderner Hightech-Werkstoffe ist dafür ebenso wichtig wie souveränes konstruktives Können und eine langjährige Produktionserfahrung. Seit gut 30 Jahren beschäftigt sich Andreas Fritschi beruflich ausschliesslich mit Tourenbindungen. Etliche Patente deuten auf die  intensive Suche nach neuen, überzeugenden Lösungen und die Bereitschaft, neue Wege zu erkunden.

DER GRÜNDERVATER
Der innovative Geist unternehmerischer Selbstbehauptung ist seit der Gründung vor 50 Jahren das essentielle Wesensmerkmal des Hauses Fritschi. Gerade 27 Jahre jung, machte sich Albert Fritschi mit einer mechanischen Werkstatt in Reichenbach (Be) selbständig. Der Landwirtssohn aus dem aargauischen Teufenthal hatte nach seiner Lehre bei der Injecta in Teufenthal zunächst in der französischsprachigen Schweiz und in Mailand gearbeitet, bevor er Betriebsleiter der Wandfluh AG in Kandergrund wurde. Der unternehmerisch begabte Präzisionsmechaniker mit der umgänglichen Wesensart lastete seine Werkstatt zunächst mit Prototypenbau und der Entwicklung von Bearbeitungsmaschinen für die in der Uhrenindustrie verwendeten Lagersteine aus.

ALBERT FRITSCHI MIT SEINEN SÖHNEN ANDREAS UND CHRISTIAN IN MÜNCHEN AUF DER FACHMESSE.

Nach der 1966 erfolgten Züglete in ein neuerbautes Firmengebäude erweiterte Albert Fritschi die Fertigung. Neben der Herstellung von Gertsch-Skibindungen entwickelte und produzierte Albert Fritschi Zeitungsfalzmaschinen sowie Präzisionszeichentische. 1972 zählte der Betrieb 65 Personen. Die Zeichentische baute Albert Fritschi in den siebziger Jahren zu einem breiten Sortiment von Zeichenanlagen aus. Vor dem Zeitalter der Computer und Plotter (Grossdrucker) waren die Zeichenanlagen ein unentbehrliches Arbeitsinstrument für jeden Konstrukteur. Dank ihrer anerkannten feinmechanischen Präzision gelang es Fritschi, sich in diesem Segment zu etablieren. Die Silber-Medaille der Erfindermesse 1979 für die Fritschi-Zeichentische war eine schöne Anerkennung für die erbrachte Leistung.

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AUF DEM WEG ZUR EIGENEN BINDUNG
Mit dem selben hohen Qualitätsanspruch stellte Fritschi 1966 die ersten Gertsch-FT 88  Plattenbindungen her. Was ursprünglich ein Werkauftrag war, entwickelte sich in Etappen zu einem zukunftsweisenden Geschäft.

TOURENBINDUNG FT 88

1979 übernahm Fritschi von Gertsch die Fabrikations- und Vertriebsrechte sowie die Skibindungspatente. Andreas Fritschi, der älteste Sohn und studierte Techniker TS sah das Entwicklungspotential, das in der Tourenbindung steckte. Zusammen mit seinem Bruder Christian, welcher für den kaufmännischen Bereich verantwortlich war und begleitet vom fürsorglichen Vater, wurde intensiv über die Verbesserungsmöglichkeiten nachgedacht. Daraus entstand eine neue Bindung. Leichter, stabiler und gleichzeitig sicherer. Der Lohn für seinen Effort kam 1984: der erste Grossauftrag der Schweizer Armee für die neue Fritschi-Tourenbindung. Von 1984 bis 1989 lieferte Fritschi der Armee insgesamt 70 000 Paar Tourenbindungen. Das war für Albert Fritschi eine der schönsten Anerkennungen seines erfüllten Berufslebens. Rückblickend stand Fritschi erst am Anfang der Arbeit an der perfekten Bindung für den „Perfect Day“. Parallel zu den Tourenbindungen investierte Fritschi mit der Entwicklung von Snowboard-Bindungen in andere Bereiche des Schneesports. Das war 1986 und der Erfolg durchschlagend. Den Gebrüdern Fritschi stellte sich die strategische Frage der Konzentration im Snowboardbereich oder der Entwicklung einer neuen Tourenbindung. Andreas und Christian entschieden sich für die zweite Variante.

DER WEITE SPRUNG ZUM WELTMARKTFÜHRER (1995-2010)
Seit 1981 ist Fritschi ein treuer Aussteller auf der ISPO, der internationalen Sportartikelmesse in München. Christian Fritschi präsentierte unter dem Motto «Tourenbindung für den sicherheitsbewussten Fahrer» erstmals mit einem bescheidenen Stand von fünf mal drei Metern und einem kleinen Besprechungstischli im Fonds die Fritschi-Tour FT88-Bindung. Der Technologiesprung gelang 1995 mit der „Diamir“. «König der Berge», so die Übersetzung für Diamir, steht für eine neue Generation leichter, aber gleichzeitig sicherer und einfach bedienbarer Bindungen. Mit ihrer völlig neuen Konstruktion nach der Philosophie „genial einfach – einfach genial“ revolutionierte die Diamir den Tourenbindungsbau. Mit der Diamir rollte Fritschi innert kürzester Zeit den Markt auf und sicherte sich souverän die Poleposition unter den Herstellern für Tourenbindungen. Das dadurch ausgelöste Wachstum ermöglichte im Jahr 2000 einen Neubau an der Hauptstrasse in Reichenbach, in welchem Produktion, Entwicklung, Verkauf und Lager unter einem Dach vereint werden konnte.

ENGINEERING IM DIENST DER FREERIDER UND TOURENSKIFAHRER
Entscheidend für die Positionierung an der Spitze war nicht zuletzt die Entwicklung der ersten echten Freeride-Bindung mit Gehfunktion. Seither feilt Fritschi unentwegt an Optimierungen, um Tourenskifahrern und Freeridern zu einem absolut unbeschwerten Bergerlebnis zu verhelfen.

Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf dem Bedienungs- und Gehkomfort. Die Tourenfunktion lässt sich bei einer Diamir aktivieren, ohne aus der Bindung zu steigen. Ebenso leicht lässt sich die Steighilfe mit den vier Gehstufen mit dem Stock bedienen, um sich optimal der Geländeneigung anzupassen. Die neuste Generation der Diamir-Bindungen sind Kunstgriffe auf Hightech-Niveau, genial und einfach zugleich. Sie kombinieren besten Gehkomfort mit höchster Abfahrtsperformance.

ANSPRUCHSVOLLE ASSEMBLIERARBEIT UND UNERBITTLICHE PRAXISTESTS
Mit 166 Einzelteilen erreichen die Bindungen bei Fritschi mittlerweile die Komplexität eines mechanischen Chronographenwerks. Sämtliche Einzelteile aus den verschiedensten Materialien, darunter Aluminium, Kunststoffe und Edelstahl, lässt Fritschi in Auftragsarbeit von Herstellern in der Schweiz fertigen. Die Montage erfolgt in einer Reihe sorgsam ausgeklügelter Schritte.Am Ende steht die individuelle Systemprüfung für jede Bindung. Funktionssicherheit hat im Skisport höchste Priorität, deshalb erfüllen alle Bindungsmodelle die Anforderungen DIN/ISO und sind vom TÜV zertifiziert.

Fritschis Produktgeheimnis beruht auf der konstruktiven Überlegenheit. Sie ergibt sich aus der intensiven Überprüfung der Ideen am CAD und in der Praxis. Jede Neuentwicklung testen Andreas Fritschi und Stefan Ibach nach der Laborphase auch persönlich. Die Testphase der Prototypen im Schnee liegt bei mindestens 100›000 Höhenmetern und gibt Aufschluss über die Zuverlässigkeit der Konstruktion. Bei allem, was er macht, hat Andreas Fritschi immer noch seinen Vater im Ohr. Der erkundigte sich regelmässig: «Häbet das?» (Hält das?) Für den Praktiker war die einfache und stabile Konstruktion stets oberstes Gebot.

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KLARES BEKENNTNIS ZUM PRODUKTIONSSTANDORT SCHWEIZ
Fritschi in Reichenbach ist ein schönes Beispiel für eine kompetitive Schweiz, die sich auf den Weltmärkten behaupten kann. Auch bei den Zulieferern setzt Fritschi auf Schweizer Unternehmen. «Mit einer schlanken Produktion kann man in der Schweiz sehr wohl konkurrenzfähig arbeiten», so Stefan Ibach, seit 1999 im Familienunternehmen tätig.

Gemeinsam mit dem Team entwickelte er, Geschäftsführer seit 2004, die Unternehmung Fritschi weiter. Teamorientierte Strukturen mit fl achen Hierarchien und effiziente Prozesse unter Einsatz moderner Arbeitsmittel ermöglichen, die High-Techprodukte zu konkurrenzfähigen Preisen in den Exportmärkten anzubieten. Weltweit profitieren die Kunden von einem kundenorientierten Vertrieb und einem hochstehenden Service über kompetente, gut geschulte Distributoren in 32 Ländern. Ein ausgeklügeltes System zur Sicherung der Qualität sorgt dafür, dass die Bindungen die hohen Erwartungen der Benutzer im harten Einsatz auch erfüllen. Die Corporate Communication mit dem eigenständigen Auftritt sowie einem variablen Mix aus Werbung, Verkaufsförderung und bodenständigen Aktivitäten nimmt Rücksicht auf die lokalen Gegebenheiten. So können die Diamir-Bindungen trotz beschränkter Ressourcen attraktiv und treffend kommuniziert werden.

Einher mit der Anpassung bestehender und Schaffung neuer Strukturen, entwickelte sich auf Basis gemein samer Werte eine Teamkultur. Im modernen Gebäude entlang der Bahnlinie Spiez-Kandersteg respektive Bern-Mailand ist praktizierte Zusammenarbeit Ursprung effizienter Arbeitsabläufe. Jeder ist jederzeit eingeladen, über Innovationsmöglichkeiten nachzudenken und Ideen beizusteuern.

Oberstes Gebot bei Fritschi sind die mitdenkende Aufmerksamkeit und der offene Austausch: «Nur so sind die Mitarbeiter auch wirklich motiviert und engagiert», resümiert Stefan Ibach. Deshalb kann die hohe Kostenbasis mit Effizienz kompensiert werden.

Mit der erfolgten Nachfolgeregelung innerhalb der von Nordeck- Gruppe, welche die gleiche Philosophie vertritt, sicherten sich die Gebrüder Fritschi 2009 zeitgerecht die langfristige Zukunft sowie die maximale Kontinuität am bisherigen Firmenstandort. Die Fritschi AG Swiss Bindings ist heute eine typische KMU in Familienbesitz.

WIE ES WEITERGEHT
Fritschi ist zuversichtlich, mit bedürfnisorientierten Innovationen auch inskünftig der führende Anbieter für Tourenbindungen zu bleiben, am Produktionsstandort Reichenbach. Sport in der freien Natur ist ein herrliches Erlebnis, das laufend mehr Anklang findet. Der Tourenskisport steht in gewissen Regionen erst vor seiner Entdeckung. Die Fritschi-Exportliste verlängert sich Jahr für Jahr. Unlängst bekundeten selbst die Kirgisen ihr Interesse an den Tourenbindungen aus Reichenbach. Die Kombination von stabilen Märkten, hoher technischer Kompetenz, einer effi zienten Qualitätsproduktion und einer langfristig gesicherten Kapitalbasis bietet eine solide Basis für die kommenden 50 Jahre.

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DIE AKTUELLEN PRODUKTE

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DIAMIR EAGLE
Für die neuen Anforderungen der Skitourenfahrer entwickelte Fritschi die DIAMIR EAGLE. Diese Bindung eröffnet eine neue Dimension. Beim Gehkomfort ebenso wie bei der Sicherheit. Sie ist eine absolute High-Performance-Bindung. Und gleichzeitig verblüffend leicht. In dieser Bindung steckt das konzentrierte Fritschi Savoir-faire. Kernstück der Konstruktion ist die neu entwickelte Diamir Gliding Technology. Die raffinierte Lösung für zwei konstruktiv widersprüchliche Anforderungen an eine Tourenskibindung verbindet Gehkomfort mit Sicherheit. Die Diamir Gliding Technology erlaubt, den Drehpunkt an der optimalen Stelle zu positionieren. So kann der Fuss natürlich abrollen. Der Gehkomfort erhöht sich markant. Eine bewegliche Basisplatte sichert volle Bewegungsfreiheit, auch wenn in einer Extremsituation der natürliche Gehwinkel überschritten wird. Gleichzeitig setzt die Diamir Gliding Technology neue Massstäbe bei der Integration modernster Sicherheitstechnik. Weitere neue Features der DIAMIR EAGLE: Der breitere Gelenkträger vorne erhöht die Torsionsfestigkeit beim Aufstieg und verbessert die Kraftübertragung bei der Abfahrt. Die breitere Aufl age des Absatzdämpfungselements hinten optimiert die Kraftübertragung bei der Abfahrt zusätzlich. Die neue Steighilfe ist ergonomisch optimiert und leichter zu bedienen.

DIAMIR FREERIDE PRO
Pow(d)erfreaks haben keine wirkliche Alternative zur Diamir Freeride Pro mit Power Transmission Control. Für das ultimative Freeriding bleibt die Power Transmission Control (PTC) der DIAMIR FREERIDE PRO das entscheidende Schlüsselelement für ein unvergessliches Erlebnis im Tiefschnee. Diese von Fritschi entwickelte Technik sorgt für eine absolut überragende direkte Kraftübertragung und dank ihrer Stabilität für hervorragende Abfahrtseigenschaften. Im vorderen Bindungsbereich über einen stabilen Gelenkträger und hinten über die PTC-Spezialplatte. Das besondere Extra: die überaus komfortable Gehfunktion. Die DIAMIR FREERIDE PRO überzeugt weiter durch optimalen Bedienungskomfort und geringes Gewicht. Sicherheitstandard einer Pistenbindung und Kompatibilität mit allen normierten Alpin- und Tourenskischuhen ist dabei selbstverständlich.

DIAMIR EXPERIENCE
Diamir Experience ist ein Klassiker im Tourenskisport und das ideale Einstiegsmodell. Diamir Experience bietet die konzentrierte Fritschi-Kompetenz, Technik und Qualität.

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DIAMIR AXION
Das Wichtigste im Gebirge ist die richtige Ausrüstung. Bis hin zum Harscheisen. Es gibt dem Tourengeher Halt beim Aufstieg und beim Überqueren in anspruchsvollem Gelände. Es gibt zudem bei eisigen Schneeverhältnissen Stabilität. Damit erfüllt es eine wichtige Sicherheitsfunktion. Der erhöhte Widerstand beim Gehen verführt vielfach dazu, das Eisen erst dann am Ski zu montieren, wenn die Lage schon etwas kitzlig ist. Ein Harscheisen unter schwierigen Bedingungen einzusetzen, ist aber keineswegs ungefährlich. In diesem Konflikt von Sicherheit und Komfort fand Fritschi eine kreative Lösung: das DIAMIR AXION. Dieses auf seine Art revolutionäre Harscheisen wird bereits vor der Tour an der Bindung fixiert. Je nach Bedarf und Situation lässt es sich – genial einfach – mit dem Stock aktivieren und deaktivieren. Die optimale Position unter dem Fussballen und die neue Form der Griffeisen erhöhen die Stabilität und den Rückhalt.

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CHRONOLOGIE

1960 ALBERT FRITSCHI gründet in Reichenbach i.K. (Be) die Einzelfirma A. Fritschi, Apparatebau. Die feinmechanische Werkstatt konzentriert sich auf den Bau von Prototypen und die Entwicklung von Uhrensteinbearbeitungsmaschinen.

1964 ALBERT FRITSCHI fertigt die Prototypen der Gertsch-Plattenskibindungen.

1966 Der Betrieb zügelt in ein neues Fabrikationsgebäude an der Faltschenstrasse und fertigt die Gertsch-Plattenskibindungen (ohne Gehfunktion).

1975 Fritschi entwickelt den „Universal Zeichen- und Schreibtisch (USZ)“. Im selben Jahr läuft die Herstellung an.

1977 Produktion der ersten Gertsch-Plattenskibindungen mit Gehfunktion (Tourenbindung). Umwandlung der Einzelfirma in eine Aktiengesellschaft. Die A. Fritschi, Apparatebau, firmiert fortan unter Fritschi AG, Apparatebau.

1979 Übernahme der Skibindungspatente sowie der Produktions- und Vertriebsrechte von Gertsch.

1980 Lancierung der ersten eigenen Fritschi-Bindung FRITSCHI TOUR FT 88.

1984 Grossauftrag der Schweizer Armee – 70’000 Paar Bindungen – der FRITSCHI TOUR FT 88/A.

1987 Weltweit erster Hersteller von Snowboard-Plattenbindungen in Serienproduktion. Die Snowboard-Plattenbindung VERTON wurde entwickelt auf der Basis der Tourenbindung FT 88.

1988 Fritschi vertreibt Snowboard-Softbindungen unter dem Motto: «Just step in, push down and go».

1995 Mit der DIAMIR lanciert Fritschi ein revolutionäres Tourenbindungssystem. Eine Leichtgewichtskonstruktion mit einem noch nie dagewesenen Bedienungskomfort und dem Sicherheitspotential einer Alpinbindung.

1996 Präsentation der RAVE, der ersten echten Carving-Bindung mit integrierter Standhöhe und freigleitendem Bindungssteg.

1997 Lancierung der zweiten Generation RAVE, der EVO 2.

2000 Bezug des modernen Neubaus an der Hauptstrasse in Reichenbach. Dieser Schritt ermöglicht Entwicklung, Produktion, Lager,Vertrieb und Führung der Fritschi AG Swiss Bindings unter einem Dach zu vereinen.

2000 Mit der Telemarkbindung «Skyhøy» lanciert Fritschi die erste Telemark-Bindung mit Sicherheitsauslösung und Einstiegskomfort.

2001 Lancierung der DIAMIR FREERIDE, der ersten echten Freeride-Bindung mit Gehfunktion.

2002 Einführung der dritten Generation RAVE, der EVO 3 mit den Modellen POWERRIDE FREERIDE und EASYRIDE

2005 Vorstellung des innovativen Harscheisens AXION, welches ohne aus der Bindung auszusteigen aktiviert und deaktiviert werden kann.

2006 Einführung der DIAMIR FREERIDE Plus mit der PTC-Technologie (Power Transmission Control) für eine wesentlich direktere Kraftübertragung.

2009 Einführung der DIAMIR EAGLE mit Gliding-Technologie. Eine neue Dimension in Gehkomfort und Sicherheit. Nachfolgeregelung mit der von Nordeck Gruppe zur Sicherung der langfristigen Zukunft sowie der Kontinuität am bisherigen Firmenstandort.

2010 Fritschi setzt mit der DIAMIR FREERIDE PRO neue Masstäbe im Freeride Mountaineering für Pow(d)erfreaks.

Quelle: Fritschi AG
Fotos: Fritschi AG

Testbericht Diamir Eagle von Fritschi

Freizeitalpin durfte die neue Diamir Eagle von Fritschi als eines der ersten Medien in Österreich testen! Die Testtour führte uns zwar bei unwirtlichen Wetter von Bad Ischl auf die Katrinalm – unter uns lag ein guter Meter Neuschnee und an der Spitze der Gruppe gab es entsprechend viel zu tun – aber gerade das sind doch ideale Voraussetzungen, um das neue Material auch in schwierigen Situationen kennen zu lernen. Dabei schlug sich die neue Diamir Eagle von Fritschi richtig gut! Sie funktionierte problemlos, als würde man sie schon ewig kennen.
Die Aufstiegshilfen ließen sich einfach und schnell bedienen, der bewegliche Rahmen hatte praktisch kein Spiel und vermittelte einen ausgezeichneten, stabilen Eindruck und der neue zurückgesetzte Drehpunkt ist genau richtig ausbalanciert. Dieser ist auch das Highlight der Neukonstruktion von Fritschi.
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Durch den nach hinten versetzten Drehpunkt muss der gesamte Schlitten in dem der Skischuh sitzt, beim Anwinkeln nach hinten gleiten. Fritschi nennt das die Diamir gliding Technologie. Die Animation zeigt die Funktionsweise:

Der Vorteil der neuen Position des Drehpunktes ist die dadurch resultierende deutlich ergonomischere Gehbewegung. Wobei der Drehpunkt nicht so weit hinten sitzt, dass man je das Gefühl des vorne Überkippens hatte.
2d_gt_safetyDie Diamir Eagle besitzt einen drehbaren Vorderbacken mit separatem Federpaket für eine aktive Sicherheitsauslösung. Dies entspricht den Massstäben einer High-End Alpinbindung. Der lange dynamische Weg und die Rückstellkräfte der Federn reduzieren das Risiko ungewollter Auslösungen auf ein Minimum. Dies ist gerade in unebenem Gelände und im Tiefschnee von grosser Wichtigkeit.
Neu ist auch, dass Fritschi die Diamir Eagle mit Skistopper ausliefert. Harscheisen von vorhandenen Bindungen passen nicht auf die neue Eagle. Dafür hat Fritschi diese ebenfalls sehr geschickt konstruiert, sodass ein wirklich leichtes Handling möglich wird.
Zusammen gefasst, macht die Diamir Eagle einen sehr guten Eindruck und ist gerade für komfortorientierte Skitourengeher die auch großen Wert auf Sicherheit und Ergonomisches Gehen legen, eine interessante Aussicht für die kommende Wintersaison 2009/2010.
Technische Daten
DIN: 3 – 10
Gewicht: 1720 g/Paar
Standhöhe: 39mm ab Skioberkante
Skibreite: > 67 mm
Grössen: SM / ML / XL

Diamir Eagle
Diamir Eagle

Fotos, Grafiken und Animationen: Fritschi AG Swiss Bindings
Update
Mittlerweile erhielten wir auch schon die empfohlene VK-Preise vom Österr. Vertrieb:
Diamir Eagle inkl. Stopper 80mm
Empf. Vk Preis: € 339,00
Zubehör für Eagle
Harscheisen Axion bis Breite 86mm
Empf. Vk Preis: € 52,90
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