Pumpspeicherbecken am Jochberg? -Der DAV sieht die aktuellen Planungen sehr kritisch

Am 07. Februar 2013 sind die Planungen eines Pumpspeicherkraftwerks oberhalb des Walchensees in den bayerischen Alpen bekannt geworden. Ein Zusammenschluss aus kommunalen Energieversorgern will im Bereich der Jocher Alm an der Südseite des Jochbergs ein Speicherbecken mit einem Fassungsvermögen von mindestens zwei Millionen Kubikmetern Wasser bauen. Der DAV beobachtet diese Planungen sehr kritisch.

In Abstimmung mit den anderen bayerischen Naturschutzverbänden wird der DAV diese Planungen analysieren und bewerten. Ohne eine abschließende Beurteilung vorwegnehmen zu wollen, erscheint ein derartig groß dimensionierter Eingriff in die kleinräumige bayerische Alpenlandschaft jedoch kaum vertretbar.

„Das geplante Speicherbecken würde einen erheblichen Landschaftseingriff darstellen“,

stellt Hanspeter Mair vom DAV fest.

„Darüber hinaus würde das Speicherbecken eine überaus beliebte Wandergegend sehr massiv beeinträchtigen.“

Der DAV begrüßt die Energiewende sehr. Allerdings sieht er sich in der Abwägung zwischen den deren Erfordernissen und dem Erhalt der biologischen Vielfalt sowie intakter Landschaftsbilder primär dem Schutz des Alpenraums verpflichtet. Generell muss die Rolle der Alpen im Rahmen der Energiewende kritisch hinterfragt werden, da ihr möglicher Beitrag mit der knappen Ressource Natur und Landschaft kollidiert.

 

Link zum DAV www.alpenverein.de

 

Foto: DAV