WM der Sibergsteiger in Pelvoux (FRA): Teambewerb vom 10.2.2013

Bilderbuchwetter gabe es heute nicht nur hier zu Lande, sondern auch im französischen Örtchen Pelvoux in der Dauphiné, einer Gegend die bekannt ist für ihre Skitourenmöglichkeiten. Beim Auftaktbewerb zur 7. WM der Skibergsteiger wurden die Berge im Eiltempo erklommen – der Teambewerb stand auf dem Programm, 34 Teams waren gemeldet. Für Österreich startete ein Team, nämlich Markus Stock und Thomas Wallner, beide aus Bischofshofen/Salzburg.

Ein schwieriges Rennen war es, das auf die beiden eingespielten Teampartner wartete. Über 2.500 Höhenmeter, gespickt mit Steigeisenpassagen und insgesamt 14 (!) Wechseln und eine Laufzeit von über 3 Stunden. Hauptfeind war heute jedoch die Kälte, Minus 15°C im Startgelände, auf den Bergen noch wesentlich tiefer. Umso erfreulicher ist der erreichte 13. Gesamtrang zu sehen. Ein Ergebnis, das man sich als Auftakt-Ergebnis wünschen kann.

Eigentlich einen schlechten Start ins Rennen erwischte Tom Wallner: „Am Anfang gings mir schlecht, ich hatte Probleme mit der Atmung, es war einfach fürchterlich kalt. Im zweiten Anstieg kam auch noch ein Krampf dazu. Es ging dann aber immer besser, Markus machte ein super Tempo, und je länger das Rennen dauerte, umso besser lief es. Vor allem die Abfahrten waren super zu fahren, dort konnten wir am meisten punkten.“

Die Strecke war perfekt angelegt, wie Markus Stock erzählt: „Streckenbauen können sie, die Franzosen! Eine wahnsinnig schöne, aber auch knallharte alpine Angelegenheit, genau nach unserem Geschmack. Mit unserer Platzierung sind wir durchaus zufrieden, Top10 war heute leider außer Reichweite.“

Zum Weltmeister der Teamdisziplin bei den Herren kürten sich heute die Franzosen Wiliam Bon Mardion und Matheo Jacquemoud, gefolgt von Manfred Reichegger und Matteo Eydallin (ITA) sowie Xavier Gachet und Alexis Sevennec (FRA). Auch der Titel bei den Damenging durch Laetitia Roux und Axelle Mollaret an Frankreich, auf den Plätzen folgen Gloriana Pellissier und Elena Nicolini (ITA) sowie Maude Mathys und Emilie Gex-Fabry (SUI).

Nach dem heute gut gelaufenen Rennen sind die Schwierigkeiten schon fast vergessen, mit denen Nationaltrainer Alexander Lugger im Vorfeld der WM zu kämpfen hatte. Durch Krankheiten wurde das Österreichische Team sehr löchrig, von den geplanten 10 Athleten konnten schließlich nur 6 nach Frankreich reisen. Trotzdem ist der Kampfgeist der rot-weiß-roten Truppe ungebrochen, alle Sportler sind heiß auf die kommenden Bewerbe.

Lugger zur positiven Einstellung seiner Athleten: „Die WM ist der Höhepunkt für unsere Sportler, sie haben ein Jahr lang trainiert, um dabei zu sein. Schade für alle, die zu Hause bleiben mussten…aber die sechs die hier sind, sind kaum in Zaum zu halten und brennen darauf, sich beweisen zu können.“

Morgen Montag 10.2.2013 steht der Sprint am Programm. Für Österreich an den Start gehen dabei Clemens Steinberger (Tirol), Martin Weisskopf (Tirol), Daniel Rohringer (Oberösterreich) und Thomas Wallner (Salzburg). Markus Stock schont sich für das Einzelrennen am Mittwoch, Michaela Essl ist noch immer von einer Grippe letzter Woche angeschlagen und will deshalb ebenfalls nichts riskieren, spart sich ebenso für den Einzelbewerb am Mittwoch auf.

Linktipp: Der ASKIMO berichtet auch laufend auf Facebook!

Fotos: Alexander Lugger und Werbegams.at
Titelfoto: Alexander Lugger