SkiAlp Race Ahntal: Weltcup Auftakt im Skibergsteigen

Einen Weltcup Auftakt, wie er im Buche stehen würde, durfte das Österreichische Nationalteam im Wettkampf-Skibergsteigen beim SkiAlp Race Ahntal 2013 (ITA) erleben. Auch wenn aus österreichischer Sicht so richtig perfekt nur das Wetter war, die Platzierungen der neun Athleten waren teilweise weniger berauschend.

Die internationale Elite im Wettkampf-Skibergsteigen war an diesem Weltcup Wochenende im südtiroler Ahntal anwesend, schließlich galt es die ersten begehrten Weltcup Punkte zu sammeln. Das Vertical Race (reines Aufstiegsrennen), fand bereits gestern Samstag, 12.1.2013 statt. Sechs der neun Österreicher nahmen daran teil.

Ein gutes TopTen Ergebnis erzielte dabei die Salzburgerin Michaela Essl mit einem 8. Rang und nur geringem Zeitrückstand auf die, in dieser Saison erneut wieder herausragende Spitzenathletin Laetitia Roux (FRA). Bei den Herren hat sich bereits im ersten Bewerb deutlich gezeigt, wie stark die Dichte an der Spitze ist. Mit nur geringem Vorsprung auf seine Verfolger gelang dem Spanier Kilian Jornet der Sieg, die Österreicher Martin Weißkopf, Martin Islitzer (beide Osttirol), Markus Stock und Thomas Wallner (beide Salzburg) kamen zwar nur mit geringem Zeitrückstand ins Ziel, mussten aber trotzdem mit Platzierungen im letzten Drittel Vorlieb nehmen.

Die Deutschen Josef Rottmoser und Philipp Reiter schafften es immerhin auf Platz 22 und 23. Auch Toni Lautenbach brachte mit Platz 31 noch eine bessere Position als die ersten Österreicher.

Hauptaugenmerk legte die Mannschaft um Trainer Alexander Lugger (Kärnten) aber auf das heutige Individual Race. Die technisch sehr anspruchsvolle Strecke lag den österreichischen Athleten relativ gut. In den 1.800 Höhenmetern, die es zu überwinden galt (Damen und Junioren: 1.550 Höhenmeter) gab es sehr steile und vereiste Anstiege, mehrere Wechsel, Tragepassagen mit den Ski am Rucksack und am Ende noch eine kräfteraubende Abfahrt im freien und schwierigen Gelände über 1.100 Höhenmeter durchgehend ins Tal. Alle Österreichischen Athleten waren bei dieser Disziplin am Start.

Für unsere Herren ging sich erneut trotz guter Laufzeit knapp kein Top20 Ergebnis aus, so dicht beisammen und stark präsentierte sich die internationale Konkurrenz. Der Tiroler Weißkopf Martin erreichte als bester Österreicher und 7. in der Espoir Wertung das Ziel.

Ein weiteres TopTen Ergebnis gelang aber erneut Michaela Essl mit einem 6. Rang.

„Nachdem ich bereits national mit drei Siegen in drei Rennen in die Saison gestartet bin, machen mich natürlich diese zwei TopTen Platzierungen zusätzlich sehr glücklich. Ich hoffe, diese Form bis zur Weltmeisterschaft halten zu können, beziehungsweise vielleicht sogar auch noch steigern zu können“, so eine zufriedene Michaela Essl nach den beiden Rennen.

Die Siege im Individual Race gingen nach Frankreich an Matheo Jacquemoud und Laetitia Roux.
Der erst 17-jährige Clemens Steinberger kämpfte sich als Jahrgangsjüngster in seiner Klasse tapfer durch die ersten offiziellen Weltcup Rennen als Nationalteam-Mitglied und nützte sowohl das Vertical als auch das Individual Race zum Sammeln wichtiger Erfahrungen im internationalen Zirkus. Von dem jungen Tiroler werden wir sicher im Laufe der Saison noch viel zu hören bekommen.

Das Resümee von Trainer Alex Lugger ist einerseits positiv, andererseits auch recht unzufrieden. „Mit der Leistung von Michaela Essl bin ich an beiden Tagen sehr glücklich. Sowohl im Vertical als auch im Individual Race hat sie nur geringen Rückstand auf die Siegerzeit. Martin Weißkopf hat sich heute ebenfalls recht gut geschlagen. Alle anderen Ergebnisse sind aber weit unter unseren Erwartungen. Hier muss die Form unbedingt bis zur Weltmeisterschaft noch ansteigen!“

Weiter geht es für die Nationalmannschaft am kommenden Wochenende bei der Österreichischen Meisterschaft Vertical in Kärnten (champ or cramp, ein Bewerb des DYNAFIT Austria Skitour Cup), der/die beste Wettkampf-Skibergsteiger/in im Aufstieg wird bei diesem Rennen ermittelt, eine der wichtigsten nationalen Auszeichnungen für die Athleten.

Weitere Infos laufend unter www.askimo.at

Fotos: Alexander Lugger und Werbegams.at – siehe Fotobeschreibung