Kinotipp: Mount St. Elias – die längste Skiabfahrt der Welt.

Am vergangenen Samstag durften wir zur Vorpremiere in Kitzbühel dabei sein, als der Film Mount St. Elias vorgestellt wurde. Die drei Skialpinisten Axel Naglich (AUT), Peter Ressmann (AUT) und Jon Johnston (USA) stellen sich der Herausforderung eines der letzten großen Abenteuer. Die längste Skiabfahrt der Welt. Ort des beeindruckenden Schauspieles war der Mount St. Elias. Er ist der weltweit höchste Gipfel eines Küstengebirges, der zweithöchste Berg der USA und der vierthöchste Berg Nordamerikas. Der Mount Saint Elias ist aber auch relativ der höchste Berg der Welt. Seine 5.489 Meter ragen direkt vom Meeresniveau in die Höhe, während der absolut höchste Berg der Erde, der Mount Everest mit 8.848 Meter nur rund 3.500 Meter aus dem tibetischen Hochland herausragt. Die enormen Ausmaße dieses Berges sind in europäischen Dimensionen unvorstellbar. Küstennahe Gletscher haben im Gegensatz zu anderen, die unter der globalen Klimaänderung leiden, ihre eigenen Regeln. Diese Gletscher wachsen noch um mehr als 9 Meter pro Jahr. Extrem niederschlagsreiche Luftmassen vom Meer her ermöglichen dies und sorgen jährlich für 40 Meter Neuschnee!

Der Film erzählt die packende Geschichte der drei Alpinisten, die mit ihren Skiern diesen überaus gefährlichen Berg erklimmen, dabei in lebensgefährliche Situationen geraten und am Ende Axel Naglich und Peter Ressmann den Wahnsinn tatsächlich schaffen. Die Leistung selbst ist schon Kinoreif, begleitet vom Kameramann Günther Göberl am Berg, ettlicher Szenen aus der Sicht der Protagonisten mittels Helmkamera sowie vieler Luftaufnahmen, wurde das Abenteuer in einem beeindruckenden Film wiedergegeben. Die Darbietung in einem Kino macht hier noch einen besonderen Reiz aus.


Mount St. Elias – Eine Vision wird Film

Eine Herausforderung, die zur Grenzerfahrung wird: Drei Skialpinisten wagen 2007 die Besteigung und Befahrung der längsten, schneebedeckten vertikalen Linie der Welt am Mount St. Elias in Alaska, und erfahren im Laufe der Expedition nicht nur, dass der Kampf gegen die Natur eigentlich ein Kampf gegen das eigene Ich ist, sondern auch, dass sie erst verlieren müssen, um den Gipfel erreichen zu können. Mount St. Elias, ein dokumentarisches Bergdrama von Gerald Salmina über die längste Skiabfahrt der Welt, feiert am 25. November 2009 Weltpremiere und läuft ab 26. November in den österreichischen Kinos.

http://www.youtube.com/watch?v=VIqJG2qDgIY

Seit 2003 hat der österreichische Skialpinist Axel Naglich (41) eine Vision: die Befahrung des gnadenlosen Mount St. Elias mit Ski. 5.489 Höhenmeter und 25 Kilometer vom Gipfel bis auf Meereshöhe – Zahlen, die ob der körperlichen und mentalen Herausforderung dieser Expedition absolut in den Hintergrund treten. Die archaische Eiswüste des höchsten Küstengebirges der Welt, das St. Elias Massiv, gilt als einer der entlegensten und niederschlagreichsten Plätze Alaskas. Rasant wechselnde Wetterbedingungen, permanente Felssturz- und Lawinengefahr, tagelange Schneestürme und großteils unbekanntes Terrain verlangen nach lebenswichtigen Entscheidungen in Sekundenbruchteilen. Extremsituationen, die nur gemeistert werden können, wenn die Ratio ausgeschaltet wird. Erst dann ist der Mensch zu Außergewöhnlichem fähig.

Vertical Rush 2007

Als das Trio mit Axel Naglich, Peter Ressmann (44) und Jon Johnston (33) und einem Filmteam im Mai 2007 nach Alaska aufbricht, weiß dieses Team noch nicht, dass es das erste seit der letzten Tragödie auf diesem Berg vor fünf Jahren sein wird, das es auf den Gipfel schafft. Zwei Menschen kamen damals ums Leben, der Weg zum Gipfel führt die österreichisch-amerikanische Expedition an deren eisigem Grab vorbei. Einschüchternde Fakten, die eine weitere psychische Barriere für jeden neuen Versuch bedeuten. „Die Entscheidung, den Gipfelsturm in Angriff zu nehmen ist eine ziemlich schwerwiegende, weil damit ein Zug ins Rollen kommt, der nicht so einfach zu stoppen ist. Im Zuge dieses mehrtägigen Gipfelsturms hast du quasi im Sekundentakt Entscheidungen von großer Tragweite zu fällen. Jeder Schritt kann ein falscher sein, jeder Griff kann ein falscher sein, jeder Schwung kann ein falscher sein. Falsch heißt unter Umständen tödlich“, umreißt der Kitzbüheler Axel Naglich seine Gedankenwelt.

MSE_310 (c) Beat KammerlanderMount St. Elias, der erste Kinofilm des österreichischen Extremsportregisseurs Gerald Salmina (44) in Kooperation mit dem Red Bull Media House, dokumentiert mit großer essayistischer Nähe eine Expedition in das Ungewisse, getragen von der steten Herausforderung Natur und dem Kampf gegen die eigene Psyche. Im Mittelpunkt stehen Grenzgänger, die ihre Fähigkeiten am Grat der menschlichen Leistungsgrenze unter Beweis stellen. Am Ort der Handlung live gefilmt, ist es eine wahre und authentische Geschichte, die es versteht zu hinterfragen, warum gerade Berge ein Ort sind, wo tödliche Gefahr und höchstes Glück eins werden können. „Der Film erzählt von der Beziehung zwischen Mensch und Berg in ihrer extremsten Form und hinterfragt, warum Menschen immer wieder an ihre physischen und mentalen Grenzen gehen – ein Zusammenspiel von Körper und Geist, das bei Extremsportlern ein besonders hohes Niveau erreicht. Das emotionale Portrait über die Motivation und Fähigkeiten dieser Männer, die ein Leben als Grenzgänger führen, dokumentiert eindrucksvoll, was ihre Beweggründe dafür sind und wie sie ihre hochgesteckten Ziele erreichen. Eine Geschichte dessen reale Verfilmung der Handlung, aufgenommen im „Hier und Jetzt“, dem klassischen Spielfilm mehr als nur Konkurrenz bietet,“ so Regisseur und Produzent Gerald Salmina.

Vertical Rush 2007Das kleine, hoch spezialisierte Filmteam kann die abweisende und unmenschliche, zugleich aber wilde und anziehende Schönheit der Bergkulisse in beeindruckender Weise festhalten. Neue Maßstäbe werden mit Hilfe eines „State of the Art“ Cineflex Helikopter Kamerasystems und durch den Einsatz von permanenten Helmkameras bei den Protagonisten gesetzt. Gesteigert wird diese Kombination durch Kameramann Günther Göberl, der, ständig auf Augenhöhe mit den Akteuren, Bilder vom gemeinsamen Aufstieg zum Gipfel zeigt, die sonst nur einer Handvoll Privilegierter vorbehalten sind. „Ein einmaliges live Feature, das von der inspirierenden Erzählweise Gerald Salmina’s in seinem ersten Kinofilm lebt. Die absolut authentischen Szenen in Extremsituationen, die durch ihre Spielfilmnähe fast schon bizarr wirken, werden mit spektakulären und noch nie zuvor gezeigten, faszinierenden Bergbildern zu einem nachhaltig beeindruckenden Abenteuerepos. Gerald Salmina schafft es, diesen Film aus seinem eigenen Genre zu befreien und ihn in ein viel größeres zu führen“, so Dr. Walter Köhler, Universum Redaktion des ORF, im Zitat.

MSE_5204 (c) Günther Göberl

101 Minuten packendes Bergdrama, das zeigt, dass nicht immer der Gipfel das Ziel ist, sondern die Intensität des Erlebnisses zählt. Der Film feiert seine Weltpremiere am 25. November 2009 und läuft ab 26. November im Kino.

Fotos www.redbull-photofiles.com:
Vitek Ludvik
Vitek Ludvik
Beat Kammerlander
Günther Göberl

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