A. Rohregger von OÖ. Bergrettung: Klettersteige sind sicher

Für die Klettersteige geht es bergauf: Immer mehr Menschen entdecken diese Freizeitaktivität für sich. Der sportINSIDER hat im Gespräch mit Arthur Rohregger, Landesleitung Oberösterreich des Österreichischen Bergrettungsdienstes, nachgefragt, warum es diese Entwicklung gibt und wie es um die Sicherheit der österreichischen Klettersteige bestellt ist.

sI: Klettersteige liegen seit gut einem Jahrzehnt voll im Trend. Warum erfreuen sich diese, Ihrer Meinung nach, noch immer einer solch großen Beliebtheit?

Rohregger:  Das liegt vor allem daran, dass in den letzten Jahren eine neue sportliche Generation herangewachsen ist, die zu einem großen Teil bereits Erfahrungen in der Kletterhalle sammeln konnte. Diese wollen dann aber hinaus in die Natur, hinaus in die Berge. Für die großen, klassischen Klettertouren im Felsen haben sie aber oft zu wenig alpines Know-How. Insofern bieten Klettersteige eine gute Alternative, da man bei diesen das Erlebnis des Kletterns und Sicherheit gut miteinander verbinden kann.

sI: Stichwort „Sicherheit“: Wie hoch schätzen Sie die Unfallgefahr auf den oberösterreichischen Klettersteige aktuell ein?

Rohregger:  Als Beispiel fällt mir hier der Drachenwand-Klettersteig im Mondsee-Land ein. Es ist wirklich unglaublich, wie viele Leute hier am Weg sind. Und wenn man die Anzahl der Begehungen heranzieht, so finde ich, dass in Relation dazu sehr wenig passiert. Sollte einmal tatsächlich etwas geschehen, so ist das meistens auf mangelnde alpine Erfahrung zurückzuführen. Das heißt, dass der Betroffene entweder sich selbst, das Wetter oder auch die Uhrzeit beziehungsweise die Lichtverhältnisse falsch eingeschätzt hat. Dramatischere Vorfälle sind wirklich eine Seltenheit. Basierend auf meine Erfahrungen würde ich Klettersteige also als „sehr sicher“ bezeichnen.

Das Material und die Techniken werden ständig besser. Somit es heute möglich, dass man schöne Touren hat, die begehbar, sicher und dem Klettern nahe sind, die aber nicht mit den klassischen Klettertouren in Konflikt geraten.“ Arthur Rohregger, Landesleitung OÖ des Österreichischen Bergrettungsdienstes

Der Bergrettungsdienst im Einsatz

Der Bergrettungsdienst im Einsatz

Das gesamte Interview mit Herrn Arthur Rohregger können Sie in der Anfang Juli erscheinenden Ausgabe des sportINSIDERs lesen. Falls Sie den sportINSIDER, das einzige österreichische Sport.Business.Magazin (nur für den Sportfachhandel, bzw. für opinion leader !!), noch nicht (kostenlos) erhalten, dann schicken Sie Ihren Namen und Ihre Adresse an: sport.insider@b3.media.at