Tourentipp: Die Königsetappe / Ramsau am Dachstein

„Die Königsetappe ist ein Ort, wo der Alltag keinen Zutritt hat und man alle Sorgen hinter sich lassen kann!“ (Hans Prugger, Bergführer aus Ramsau am Dachstein)

Früher war die Königsetappe ein Weg, auf denen Schmuggler Bibeln, Gesangsbücher und Andachtsbücher von Bayern nach Österreich schmuggelten. Heute tummeln sich auf ihr große und kleine Bergfreunde und genießen prachtvolle Berge, reißende Gewässer und das eine oder andere kulinarische Schmankerl.

Vom Hotel Feisterer führt der Weg Nr. 616 in einigen Kehren in das „Tiefkar“ hinaus. Nach ca. 45 Minuten erreicht man die Lärchbodenalm (1.406 m). Willi, der Hüttenwirt, spielt auf der Harmonika „echte“ Volksmusik und gredenzt Gerichte aus der eigenen Bio-Landwirtschaft. Junge Wandergäste erwarten Kleintiere und ein Streichelzoo sowie ein abenteuerlichen Kinderspielplatz. Nach der Lärchbodenalm wird der Forstweg durch einen alpinen Steig abgelöst. Die Landschaft verändert sich nun. Bei der „Fischermauer“ wandert man direkt an den Felsen entlang, dann windet sich der Steig zwischen den grünen Hügeln des „Tiefkars“ zum Guttenberghaus auf 2.164 m Seehöhe hinauf. Sie ist damit die höchst gelegene Alpenvereinshütte (Anstieg ca. 2,5 bis 3 Stunden). Die Hütte selbst liegt auf einem vorgeschobenen Hügel. Dementsprechend großartig ist der Tiefblick in die Ramsau und zu den Niederen und Hohen Tauern. Die kinderfreundliche Hütte ist Ausgangspunkt für viele Wandertouren, Gipfelbesteigungen und Klettersteige. Ab hier bewegt man sich in hochalpinem Gelände. Der Hausberg des Guttenberghauses ist der Sinabell mit einer prächtigen Aussicht. Der Anstieg zum Gipfel dauert rund eine Stunde. Weiter auf der Königsetappe geht’s nach dem Guttenberghaus hinter dem Sinabell und der Wasenspitze vorbei bis zur Abzweigung zum Weg 619. Über die Stangalm führt der Weg ins Silberkar hinunter in die wildromantische Wildwasserklamm, der Silberkarklamm. Hier befindet man sich direkt im Zentrum des Dachstein-Massivs. In der Silberkarhütte, einer Schutzhütte auf 1.250 m werden müde Wanderer mit Bioprodukten vom eigenen Bauernhof verwöhnt. Auf der Sonnenterasse der Hütte genießt man eine wunderschöne Aussicht. Entlang von wildem Wasser, kleinen Wasserfällen und dem Klettersteig Hias steigt man immer weiter hinunter. Das nächste Ziel, die Jausenstation Fliegenpilz. Die kinderfreundliche Einkehr bietet die Möglichkeit zum Eselreiten und zur Entspannung auf der Sonnenterasse. Von hier gelangt man auf einem Waldpfad wieder zurück zum Wanderausgangspunkt.

Das sollten Sie bei einer Wanderung auf der Königsetappe keinesfalls verpassen

  • Der Ausblick vom Guttenberghaus zu der 4-Berge-Skischaukel und in die Niederen- und Hohen Tauern ist atemberaubend.
  • Das beste Bergsteigergröstl der ganzen Region: Beim Gutenberghaus wird’s serviert. Unwiderstehlich auch der selbstgemachte Hüttenschmarrn.
  • Bei den Hütten einkehren und nicht aufs Stempeln vergessen – Alle Wanderer mit einem vollen Stempelpass erhalten ein kostenloses T-Shirt beim Sportgeschäft Bachler.
  • Die Jausenstation Fliegenpilz ist für seine Gamssuppe und die Wildwürste weithin bekannt – unbedingt probieren.

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