Patrouille Glaciers 2012 – Sicherheit ging vor!

Bei der Patrouille des Glaciers 2012 stand die Sicherheit der Teilnehmenden im Vordergrund. Die warmen Wetterverhältnisse und die damit verbundene Lawinengefahr zwang die Veranstalter das Rennen zweimal abzubrechen.

Die Schweizer Armee, die Veranstalterin der Patrouille des Glaciers, blickt auf einen Anlass zurück, der von sich rasch verändernden Wetterverhältnissen geprägt war. Das erste Rennen von Zermatt nach Verbier musste letzten Mittwoch um 23.45 Uhr abgebrochen werden, worauf die Patrouilleure sicher nach Zermatt zurückkehrten. Wie geplant konnte am Donnerstag der kürzere Lauf von Arolla nach Verbier durchgeführt werden. Die zweiten Rennen, zu denen in der Nacht auf heute Samstag gestartet wurde, mussten abgebrochen werden, weil die hohen Temperaturen zu einer instabilen Schneedecke geführt hatten.

Die Veranstalter werteten so die Strecke von Zermatt bis Arolla. Während des ersten Anstieges lag eine Schweizer Mannschaft vorne, im weiteren Verlauf des Rennens konnte jedoch der  Kilian Jornet mit seinem Team deutlich die Führung übernehmen und in Arolla die Patrouille des Glaciers somit als Sieger beenden. Das Dreierteam bestehend aus Kilian Jornet, Wiliam Bon Mardion und Matheo Jacquemound lief ein souveränes Rennen unter den schwierigen Bedingungen, der 1. Rang wäre ihnen wahrscheinlich auch ohne Abbruch nicht mehr zu nehmen gewesen.

Von den 1498 Teams, die sich für die Patrouille des Glaciers angemeldet hatten, erreichten 420 das Ziel in Verbier. 819 Teams mussten auf dem Weg nach Verbier zurückkehren, 259 Gruppen konnten nicht starten. Während der gesamten Patrouille des Glaciers gab es keine schwerwiegenden Verletzungen. 1600 Angehörige der Schweizer Armee standen im Einsatz, um den rund 4500 Teilnehmen- den die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu bieten.

PDG-Kommandant Ivo Burgener sagt: „Es ist eindrücklich, wie alle Beteiligten mit den schwierigen Verhältnissen umgegangen sind. Diese Leistung verdient Respekt.“

Foto: PDG 2012 – Herbert Burri