Florian Hill & Will Wacker am Weg nach Alaska – Mount Orville (Update)

Am kommenden Dienstag treten Florian Hill und Will Wacker die Reise zum Mount Orville in Alaska an. Freizeitalpin wird in den kommenden Wochen die beiden auf ihrer schwierigen Expedition begleiten. 

Die beiden Bergsteiger haben das Abenteuer vor Augen und sehen im Unbekannten ihre Herausforderung und nicht im „Rekordbergsteigen“. Und dieses ist ihnen in Alaska gewiss! Denn in Alaska zu klettern bedeutet sich komplexen Herausforderungen zu stellen: Extreme Kälte, gefährliche Stürme, schwierige Zugänge und nicht zuletzt der Mangel an Informationen über Berg- und Kletterrouten machen Alaska zu einem Superlativ für extremes Bergsteigen.

Nicht umsonst trägt Alaska den Beinamen „The last frontier“ – die letzte Grenze.

Bis zum heutigen Tag ist jede Erschließung Alaskas ein harter Kampf gegen extreme Klimabedingungen und einer übermächtigen Natur geblieben – sagt Florian Hill.

 

Mount Orville
Mount Orville ist ein 3.199 Meter hoher Granitmonolith, der von allen Seiten mit massiven Felsflanken und messerscharfen Graten eingeschlossen ist. Einen technisch einfachen Weg zu Gipfel gibt es nicht.

Erschwerend ist auch noch die extrem schwierige Beurteilung des Wetters. Durch den nur 8 Km entfernten pazifischen Oreans gehört Mount Orville zu den „berüchtigten“ Bergen der Küstenkette, den „Coast Mountains“. Dramatisch schnell ändert sich dort das Wetter und Stürme mit bis zu 3 Meter Neuschnee sind keine Seltenheit.

Tragische Erstbegehung 1995
Die einzige Seilschaft die den Gipfel bisher erreichte waren Phillip Kaufmann, Patrick Simmons und Steve Carrol. Überrascht von einem „Fairweather-Range-typischen“ Sturm, stürzte die Seilschaft 1995 zu Tode. Seither hat es keiner mehr auf den Gipfel geschafft.

Freizeitalpin wünscht Florian Hill und Will Wacker alles Gute und das nötige Maß, mit den Situationen richtig umzugehen, dass Sie in jedem Fall wieder gesund nach Hause kommen! Wir erwarten gespannt Ihre Berichte vom Mount Orville.

 

Update vom 6.4.2012:

Heute hat sich Florian kurz bei uns gemeldet. In Alaska geht es Schlag auf Schlag und der Zeitplan wird in erster Linie vom Wetter bestimmt. Deshalb werden sie auch morgen schon mit einem Flugzeug nach „Lituya Bay“, etwa 8 Meilen südlich von Mount Orville, aufbrechen.

Auf www.nationalgeographic.de ist auch noch ein kurzer Blogeintrag über die Ankunft in Alaska zu lesen.

Wir werden wieder von den beiden Extrembergsteigern hören, wenn Sie von Ihrer Expedition heim kehren und wünschen ihnen alles gute für Ihr Abenteuer!

 

 

Fotos:  www.florianhill.com